Mit dem «Aargauerinnen Weg» lanciert der Aargauer Fussballverband auf die Saison 2026/27 ein neues Förderangebot für talentierte Fussballerinnen
Ziel eines neuen Projekts des Aargauer Fussballverbands (AFV) ist es, Mädchen im Aargau frühzeitig zu ...
Mit dem «Aargauerinnen Weg» lanciert der Aargauer Fussballverband auf die Saison 2026/27 ein neues Förderangebot für talentierte Fussballerinnen
Ziel eines neuen Projekts des Aargauer Fussballverbands (AFV) ist es, Mädchen im Aargau frühzeitig zu fördern.
Der Frauen- und Mädchenfussball entwickelt sich im Aargau seit Jahren erfreulich. Immer mehr Mädchen finden den Weg auf die Fussballplätze und engagieren sich in den Vereinen. Gleichzeitig zeigt sich, dass talentierte Spielerinnen besondere Fördermöglichkeiten benötigen, um ihr Potenzial optimal entfalten zu können.
Mit dem «Aargauerinnen Weg» schafft der AFV erstmals eine kantonal abgestimmte Förderstruktur, welche die bestehenden Vereinsangebote ergänzt und den Spielerinnen zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten bietet.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf kurzen Anfahrtswegen und einer engen Zusammenarbeit mit den Vereinen. Die Spielerinnen bleiben weiterhin in ihren Stammvereinen integriert und profitieren zusätzlich von gezielten Fördertrainings auf regionaler Ebene.
Dabei sind im Moment bereits sieben Spielerinnen aus der Region: Maryam Fetov, Malin Fritschi und Jana Schibli spielen alle beim FC Fislisbach und wohnen in Niederrohrdorf. Dem FC Aarau Frauen angeschlossen sind Sophie Gschwend (ebenfalls Niederrohrdorf), Joelle Tamara Mäder (Tägerig), Daliyah Vikström (Stetten) und Krystyna Pelech (Fischbach-Göslikon).
Der Stützpunkt West wird in Gränichen geführt, während der Stützpunkt Ost alternierend in Fislisbach und Mutschellen trainiert. In beiden Stützpunkten erhalten Spielerinnen der Jahrgänge 2014 bis 2016 einmal pro Woche ein zusätzliches Fördertraining. Die Trainings finden jeweils am Mittwoch statt und werden von qualifizierten Trainerinnen und Trainern geleitet. Pro Standort werden rund 20 bis 25 Spielerinnen aufgenommen.
Die zusätzlichen Trainingseinheiten ermöglichen es den Mädchen, ihre technischen, taktischen und athletischen Fähigkeiten gezielt weiterzuentwickeln und sich mit anderen talentierten Spielerinnen aus dem ganzen Kanton zu messen.
Der Weg in die Regionalauswahl
Aus den beiden Stützpunkten werden die talentiertesten Spielerinnen für die Regionalauswahl, die RA-13, selektioniert. Damit entsteht ein definierter Übergang zwischen der regionalen Förderung und den nächsten Schritten im Leistungsfussball. Der «Aargauerinnen Weg» schliesst damit eine wichtige Lücke innerhalb der bestehenden Förderlandschaft. Gleichzeitig stärkt er die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, den Stützpunkten und den weiterführenden Leistungszentren.
Der AFV verfolgt mit dem «Aargauerinnen Weg» eine langfristige Strategie zur Förderung des Mädchen- und Frauenfussballs. Das Projekt soll nicht nur einzelne Talente fördern, sondern die gesamte Entwicklung des Frauenfussballs im Kanton nachhaltig unterstützen. «Wir möchten den Mädchen im Aargau dieselben Entwicklungsmöglichkeiten bieten, wie sie im Jungenbereich bereits bestehen. Mit dem ‹Aargauerinnen Weg› schaffen wir einen klaren und durchgängigen Förderweg, der auf die Bedürfnisse der Spielerinnen abgestimmt ist», erklärt Jenny Ettle, Verantwortliche für die Regionalauswahl RA-13 und Projekte Frauenfussball beim AFV.
Start im August 2026
Der «Aargauerinnen Weg» startet offiziell im August 2026. Mit diesem neuen Angebot setzt der Aargauer Fussballverband einen wichtigen Meilenstein in der Förderung des Mädchenfussballs und investiert gezielt in die nächste Generation von Fussballerinnen. Gemeinsam mit den Vereinen, Trainerinnen und Trainern sowie den Familien der Spielerinnen möchte der AFV optimale Rahmenbedingungen schaffen, damit junge Talente ihren Weg im Fussball erfolgreich gestalten können. (zVg)