Birmenstorf: Nach der erfolglosen Ersatzwahl, fällt die Anmeldefrist für den zweiten Wahlgang in die Schulferien
Vereinzelt gültige Stimmen erhielten insgesamt 237 Personen. Ein neuer Gemeinderat wurde aber nicht gewählt. Die Anmeldefrist für den zweiten ...
Birmenstorf: Nach der erfolglosen Ersatzwahl, fällt die Anmeldefrist für den zweiten Wahlgang in die Schulferien
Vereinzelt gültige Stimmen erhielten insgesamt 237 Personen. Ein neuer Gemeinderat wurde aber nicht gewählt. Die Anmeldefrist für den zweiten Wahlgang läuft.
m Sonntag wurden bei der Ersatzwahl für den frei werdenden Sitz von Martin Hofer in den Birmenstorfer Gemeinderat weder ein neuer Gemeinderat noch eine Gemeinderätin gewählt. Stattdessen verteilten sich vereinzelt gültige Stimmen auf insgesamt 237 Personen. Wie die Gemeinde mitteilt, erreichte aber niemand das für die Wahl erforderliche Mehr.
Marianne Stänz, Frau Gemeindeammann in Birmenstorf, überrascht das nicht. Mit einem solchen Resultat hätten sie gerechnet, erklärt sie auf Anfrage: «Es gab weder offizielle noch Kandidaturen.» Einzelstimmen hätten Menschen erhalten, die man im Dorf kennt, die sich in Birmenstorf auch engagieren. Unter ihnen etwa René Stulz, Mischa Meile, Oliver Brack, auch Urs Grimm, Jean Claude Schmocker, Michael Zehnder, oder Luan Meyer. Mehr als 15 Stimmen (René Stulz) holte indes keiner dieser Kandidaten. Stänz spricht deshalb auch von «Zufallsstimmen», die von Bekannten, Nachbarn oder von der Familie gekommen seien.
Stänz hätte gerne eine Kollegin
Wie geht es jetzt weiter? Für einen zweiten Wahlgang können sich Interessierte bis Mittwoch, 7. Oktober, 12 Uhr in der Gemeindekanzlei anmelden. Ihre Kandidatur muss durch mindestens zehn in der Gemeinde wohnhafte Stimmberechtigte unterstützt werden. «Die Frist ist kurz», sagt Marianne Stänz. «Und sie fällt leider auch in die Schulferien.» Sie hofft dennoch, dass sich eine Person findet, die sich vorstellen könnte, ein solches Amt gerne auszuführen. «Der Aufwand beträgt rund 15 Stellenprozent», ergänzt sie. Stänz, als einzige Frau im Gemeinderat, würde sich über eine Kollegin freuen. Sie bedauert denn auch: «Leider können sich viele Frauen ein solches Engagement nicht vorstellen.»
Verschiedene Szenarien sind möglich: Gehen bis Mittwoch, 7. Oktober gleichviele oder weniger Anmeldungen ein als Sitze zu vergeben sind, wird laut Mitteilung der Gemeinde eine Nachmeldefrist von fünf Tagen angesetzt. Sofern sich innert dieser Frist mehr (mindestens zwei) Kandidaten anmelden, findet am Sonntag, 29. November, der zweite Wahlgang statt. Denkbar ist aber auch eine stille Wahl. Eine stille Wahl erfolgt, wenn sich nur eine geeignete Kandidatin oder ein Kandidat für den freien Sitz im Gemeinderat meldet. Und wenn sich niemand meldet? «Bei weniger Anmeldungen ist innert sechs Monaten seit dem ersten Wahlgang eine erneute Wahl durchzuführen», schreibt die Gemeinde.
Der Birmenstorfer Gemeinderat wird vorläufig zu viert weiterarbeiten. Das bisherige Ressort «Sicherheit, Energie und Tiefbau» wurde nach der umzugsbedingten Demission von Martin Hofer, der über acht Jahre lang Gemeinderat war, innerhalb der übrigen Gemeinderatsmitglieder aufgeteilt.
Heidi Hess