Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse versuchten sich in der schreibenden Zunft
Der Schreibworkshop überraschte mit vielfältigen und spannenden Geschichten. Geschrieben und präsentiert wurden sie von den 5.- und 6.-Klässlerinnen und ...
Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse versuchten sich in der schreibenden Zunft
Der Schreibworkshop überraschte mit vielfältigen und spannenden Geschichten. Geschrieben und präsentiert wurden sie von den 5.- und 6.-Klässlerinnen und -Klässlern.
Das Geschichtencafé wird nicht zum ersten Mal durchgeführt. Es motiviert jeweils Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Primarklasse eine Geschichte zu verfassen und in die Welt der Autorinnen und Autoren einzutauchen. Und wer weiss, vielleicht motiviert das Projekt den einen oder anderen, später der schreibenden Zunft beizutreten. Beim Schreibworkshop setzten sich die Schülerinnen und Schüler im Deutschunterricht zusammen mit ihren Lehrpersonen intensiv mit Lesen auseinander. «Jedes Kind konnte sich nach den Herbstferien ein Buch aus der Bibliothek ausleihen», führt Primarlehrperson Shana Berger aus. Das ausgewählte Buch musste nicht nur gelesen, sondern dazu auch Verständnisfragen beantwortet werden. Zusätzlich wurde im Unterricht angeschaut, wie eine Geschichte aufgebaut, ein roter Faden sich bis zum Ende durchzieht und Figuren spannend beschrieben werden. Und dann ging es ans Schreiben der Geschichte. Die Sechstklässlerinnen und -klässler bewiesen dabei viel Fantasie mit Liebes-, Abenteuer-, Fantasy-, Profisportlergeschichten. Ihre Werke durften die Kinder in einem Geschichtencafé den Eltern präsentieren, das der «Reussbote» besuchte.
Lesungen spannend gehalten
Am Dienstagnachmittag verwandelte sich der obere Stock des Schulhauses Riedmatt 2 ins Geschichtencafé. Alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse waren vor Ort. Während die einen ihre Geschichte in einer Lesung den Eltern und Schulkolleginnen und -kollegen präsentierten, hatten andere, die weniger gerne öffentlich auftreten, ihre Geschichte im Vorfeld aufgenommen. Diese konnten per QR-Codes, welche sich direkt auf den von den Kindern gestalteten Buchcovers auf dem Handy oder I-Pad heruntergeladen und als Hörbuchversion angehört werden. «Die Kinder konnten selbst wählen, ob sie eine Lesung halten oder nicht», sagt Shana Berger. Eine Lesung hielt auch Eric Schulte (12). Er sagt: «Die Geschichte zu schreiben, hat mir sehr viel Freude bereitet.» Seine Geschichte handelt von zwei Schulfreundinnen, die über ein Zauberportal in eine Parallelwelt eintauchen. Um in die reale Welt zurückzukehren, müssen sie zahlreiche Abenteuer bestehen und eine Zauberblume finden. Und wie es sich für ein Geschichtencafé gehört, servierten die Kinder nicht nur ihre Geschichten den Eltern und Grosseltern, sondern auch Kaffee und Kuchen dazu. «Ich finde den Anlass super», sagt Celina Achermann. «Jede Geschichte ist anders. Die Kinder beweisen, dass sie über sehr viel Fantasie verfügen.»
Debora Gattlen