Unsere Gesundheitsversorgung konnte sich über Jahre qualitativ so gut entwickeln, weil unter anderem Mitarbeitende aus dem Ausland angestellt wurden. Nicht nur im Bereich Pflege, Arztdienst, Medizintechnik, Therapie und Betreuung – sondern auch in Bereichen, ohne diese die ...
Unsere Gesundheitsversorgung konnte sich über Jahre qualitativ so gut entwickeln, weil unter anderem Mitarbeitende aus dem Ausland angestellt wurden. Nicht nur im Bereich Pflege, Arztdienst, Medizintechnik, Therapie und Betreuung – sondern auch in Bereichen, ohne diese die Gesundheitsinstitutionen schliessen könnten: Raumpflege, Logistik, Küche, Wäscherei und vieles mehr. In Zukunft werden wir nicht weniger Mitarbeitende brauchen – das wissen wir alle. In Ausbildungen zu investieren, neue Arbeitsmodelle zu prüfen, ältere Mitarbeitende länger im Berufsleben zu halten – alles super Ideen. Hier muss weiter und noch mehr investiert werden. Dies deckt aber den grossen Bedarf nicht, den wir in Zukunft brauchen. Das kann man drehen, wie man will. Plötzlich Schweizerinnen und Schweizer zu finden, die bereit sind, in Nebenbetrieben wie z. B. Wäscherei oder Raumpflege zu arbeiten – wird nicht gelingen. Vielleicht hat es aber im Lager der Ja-Stimmenden viele, die sich um solche Jobs in Zukunft bewerben. Bin gespannt!
Ich bin realistisch genug, um zu wissen, dass wir in der Gesundheitsversorgung auf unterschiedliche Arbeitskräfte angewiesen sind. Ich stimme mit Überzeugung gegen diesen Personaldeckel – nein zur Initiative der 10-Millionen-Schweiz.
Edith Saner, Birmenstorf, Grossrätin, Präsidentin Gesundheitsverband Aargau (vaka)