Grosses Interesse für Schulerweiterung
03.03.2026 KüntenDas Siegerprojekt für die Schulraumerweiterung steht fest. «Räuber und Poli» überzeugte die Jury
Gefühlt war das halbe Dorf vor Ort. Die Schulraumerweiterung ist seit Jahren ein Thema mit Zündstoff. Nun wurde das Siegerprojekt erstmals der ...
Das Siegerprojekt für die Schulraumerweiterung steht fest. «Räuber und Poli» überzeugte die Jury
Gefühlt war das halbe Dorf vor Ort. Die Schulraumerweiterung ist seit Jahren ein Thema mit Zündstoff. Nun wurde das Siegerprojekt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Präsentation des Siegerprojekts ‹Räuber und Poli› am heutigen Abend ist ein wichtiger Meilenstein für Künten», sagte Vizeammann Yves Moser an der Vernissage. «Es ist ein überzeugendes Siegerprojekt.» Und dieses wollten sich die 160 anwesenden Künterinnen und Künter nicht entgehen lassen. Einige nahmen bereits vor dem offiziellen Teil einen Augenschein. Eifrig wurde über die an der Turnhallenwand aufgehängten Visualisierungen und Pläne diskutiert. Moser lieferte in seiner Präsentation Infos und Fakten. «Das oberste Ziel ist, dass mit der Schulraumweiterung weiterhin die hohe pädagogische Qualität der Schule Künten erhalten bleibt», so Moser. «Alle eingereichten Projekte sind unter 14 Millionen Franken geblieben», so der Vizeammann. Bekanntlich wiesen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Gmeind im November 2023 den Verpflichtungskredit über 15 Millionen Franken für die Schulraumerweiterung zurück. «Damals wusste niemand, was man für dieses Geld erhält», sagte Altammann Enrico Carfora an der Vernissage. «Mit der Ausschreibung und dem Siegerprojekt wissen wir nun, was geplant ist. Das Projekt ist sehr gut und bereitet Freude.»
Einstimmiger Entscheid durch Jury
Nach der Rückweisung 2023 an der Gmeind wurden eine Arbeitsgruppe und eine Begleitkommission gegründet. Im November 2024 bewilligte der Souverän an der Winter-Gmeind einen Projektierungskredit über 890 000 Franken. Elf Architekturbüros meldeten sich auf die Ausschreibung. Vier Teams machten das Rennen und konnten einen Wettbewerbsbeitrag ausarbeiten. An der Vernissage am Donnerstagabend waren alle vier Projekte an den Wänden der Mehrzweckhalle ausgestellt. Gleich neben dem Eingang auch das Siegerprojekt «Räuber und Poli» von den Dahinden Heim Partner Architekten aus Winterthur. «Die Entscheidung der Jury war einstimmig», sagte Vizeammann Moser bei der Vernissage. Die Jury habe aus vier Fachpreisrichtern (Architekten) und drei Sachpreisrichtern (Gemeinderäte und Schulleitung) bestanden. Diese überzeugte beim Siegerprojekt, dass die Turnhalle nicht am Standort des bestehenden Pavillons, sondern entlang des Schulwegs platziert wurde. «Auch wir haben zuerst die Turnhalle beim Pavillon platziert», so Architekt Lorenz Dahinden. «Es war ein Prozess, der uns zu dieser Variante führte.» Dadurch entstehe ein zentraler Innenplatz. «Die Platzierung der Turnhalle zur Wohnzone hin hilft auch Schullärm zu reduzieren», führte der Architekt aus. Vizeammann Moser lobte: «Das Projekt ist wie eine Umarmung des Schulhausplatzes.» Damit sprach Moser die fächerförmige Anordnung der Schulbauten um den Schulhof an. Gedeckte Bereiche sollen wie bei der Mehrzweckhalle auch bei der neuen Turnhalle und beim Anbau der Schule entstehen. Auf dem Hof selbst befinden sich Beachvolleyballfelder. Bäume spenden Schatten. Moser erläuterte weiter: «Die Platzierung der Turnhalle ermöglicht eine Etappierung der Schulraumerweiterung. Und das bei laufendem Schulbetrieb.» Aus Platzmangel müssen ab diesem Sommer bis zur Fertigstellung des Projekts im Pavillon zwei vollwertige Schulzimmer integriert werden.
Verpflichtungskredit im November
Im Anbau der Schule entstehen zusätzlich drei Klassenzimmer, fünf Gruppenräume, ein Sitzungszimmer und ein Büro. Vom «Känzeli» aus wird das Schulhaus ein zusätzliches Treppenhaus und einen Lift erhalten. Der Kindergarten wird um zwei Büros, ein Lehrerzimmer und Lift erweitert. Die neue Turnhalle erfüllt die Höhe für Ballsportarten, verfügt über vier Garderoben, eine Zuschauergalerie und Lift. Die Neu- und Anbauten werden in Holzelementbauweise erstellt. Auf Untergeschosse wird verzichtet und die Dachflächen mit Photovoltaik belegt. Die Mehrzweckhalle bleibt unverändert bestehen. An der nächsten Winter-Gmeind im November soll je ein Verpflichtungskredit zur Schulerweiterung und für die Turnhalle erfolgen.
Debora Gattlen


