«Gutes Daheim für ältere Menschen»
08.09.2026 FislisbachFislisbach: Das Alterszentrum am Buechberg feiert sein 50-jähriges Bestehen mit Gästen und einem tollen Geschenk
Wenn ein Alterszentrum 50 Jahre alt wird, führt der Blick zurück und er geht auch in die Zukunft. Dankbar, stolz und optimistisch. Zum runden ...
Fislisbach: Das Alterszentrum am Buechberg feiert sein 50-jähriges Bestehen mit Gästen und einem tollen Geschenk
Wenn ein Alterszentrum 50 Jahre alt wird, führt der Blick zurück und er geht auch in die Zukunft. Dankbar, stolz und optimistisch. Zum runden Geburtstag gibt es noch dazu ein Geschenk, das an ein Wunschkonzert erinnert.
Die gegen hundert geladenen Gäste waren bereits beim Dessert angelangt, als Simone Bertschi und Nicole Kaspar die Bühne betraten – die eine ist in Fislisbach Frau Gemeindeammann, die andere Gemeinderätin. In ihre Mitte nahmen sie Thomas Rohrer, Geschäftsleiter des Alterszentrums am Buechberg. Bertschi und Kaspar überreichten ihm im Namen der acht Trägergemeinden Birmenstorf, Fislisbach, Künten, Niederrohrdorf, Oberrohrdorf-Staretschwil, Remetschwil, Stetten und Bellikon, eine Schallplatte und machten es spannend. «Unser Geburtstagsgeschenk für die Bewohnerinnen und Bewohner», meinte Bertschi, «spricht eine Sprache, die alle verstehen. Es ermöglicht Reisen durch die Zeit und durch die ganze Welt.» Ein grosses Musikgerät war derweil beim Eingang platziert worden. Ein Wurlitzer, bestückt mit einer Riesenauswahl an Wunschmelodien. «Ein wunderbares Geschenk», bedankte sich Thomas Rohrer.
Zum Jubiläum einen Wurlitzer
Eine solche Jukebox passt zum Jubiläum und zu den Bewohnenden des Alterszentrums – das Haus war vor 50 Jahren in Fislisbach gebaut worden, im Herbst 1976 waren die ersten Pensionärinnen und Pensionäre eingezogen. Künftig werden die Bewohnenden die Musik, die sie zeitlebens gerne hörten, selbst auswählen können. Dieses Geschenk widerspiegelt aber auch die fröhliche Festlaune an der Jubiläumsfeier im Innenhof des Alterszentrums. Mit Stolz und Dankbarkeit wagten Thomas Zimmerli und Verena Bieri, die sich das Präsidium des Verwaltungsrates teilen, einen Blick in die Vergangenheit. Sie sprachen die fünf Jahrzehnte an, in welchen sich das Alterszentrum veränderte und weiterentwickelte. «Die Aufgaben sind anspruchsvoller geworden, die Erwartungen gestiegen», meinte Zimmerli. Bieri wiederum betonte: «Geblieben ist der Anspruch, älteren Menschen ein gutes Daheim anzubieten. Mit Kompetenz, mit Respekt. Und vor allem, ein sehr wichtiger Wert für uns, mit Menschlichkeit.» Die beiden richteten den Blick auch nach vorne, weil 50 Jahre kein Schlusspunkt seien, sondern «eine gute Grundlage für alles, was noch kommt».
Viel Wertschätzung und Dank
Vorwärts blickte auch Stephan Campi, Generalsekretär des Departementes Gesundheit und Soziales. Man werde künftig mehr Angebote wie dasjenige des Alterszentrums am Buechberg brauchen: 2025 lebten 145 000 Seniorinnen und Senioren im Aargau, 2055 werden es über 233 000 Menschen sein, die über 65 Jahre alt sind. «Alt» fühlten sich die meisten Menschen heute aber erst ab 80. Ab diesem vierten Lebensabschnitt, der Hochaltrigkeit, würden viele Unterstützung oder Pflege benötigen.
Die kantonale Alterspolitik, erklärte er, verfolge die Strategie: «Im Kanton Aargau leben ältere Menschen selbstbestimmt und mit einer hohen Lebensqualität.» Entscheidend seien dafür eine vorausschauende Alterspolitik und Investitionen. Wichtig seien aber vor allem Menschen, die sich um die älteren Menschen kümmern. Zu ihnen zählt Stephan Campi den Geschäftsleiter Thomas Rohrer und sein ganzes Team. Er dankte ihnen denn auch ganz besonders.
Bereits in seiner Begrüssungsrede hatte Thomas Rohrer ebenfalls seinem Team seine Wertschätzung und seinen Dank ausgedrückt. Zuvor hatte er als Gastgeber an die hundert Gäste persönlich begrüsst und unzählige Hände geschüttelt. Auch jene von Ehrengästen wie Marie-Rose und Rolf Bircher, 1976 erstes Heimleiter-Ehepaar, oder von Hedy Zehnder aus Niederrohrdorf, welche damals die Heimkommission präsidierte.
Heidi Hess
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