Rudern: Die Crew von «United4Hope» zeigt ihr Boot am Samstag, 28. März, auf dem Guggerplatz und beantwortet Fragen
Bevor sie im Winter von La Gomera nach Antigua rudern, kommen die vier Sportlerinnen und Sportler von «United4Hope» nach Fislisbach und zeigen ...
Rudern: Die Crew von «United4Hope» zeigt ihr Boot am Samstag, 28. März, auf dem Guggerplatz und beantwortet Fragen
Bevor sie im Winter von La Gomera nach Antigua rudern, kommen die vier Sportlerinnen und Sportler von «United4Hope» nach Fislisbach und zeigen Interessierten ihr Boot «Heidi».
Manuela Wettstein, Valerie Zellweger, Pascal Bircher und Eivind Helland bereiten sich gemeinsam auf «The World’s Toughest Row» vor (der «Reussbote» berichtete): Rund 4800 Kilometer, von La Gomera nach Antigua, allein durch Muskelkraft, in einem vergleichsweise winzigen Boot.
Seit Januar sind die vier nach der Weihnachtspause wieder am Trainieren. «An einer ersten Teamsitzung haben wir das ganze Jahr geplant und durchbesprochen», sagt Manuela Wettstein, die in Fislisbach als Physiotherapeutin arbeitet. Ausserdem haben die vier viel an ihrem Boot gearbeitet. Es ist wichtig, dass sie möglichst viel selber machen, weil es auf dem Atlantik entscheidend sein kann, dass das Quartett das Boot und alle seine Funktionen im wahrsten Wortsinn blind kennt: Auch in der Nacht muss im Fall eines Notfalls klar sein, wer was zu tun hat.
Coaching durch Olympionikinnen
Um sowohl die Rudertechnik als auch die mentalen Elemente und die Gruppendynamik zu optimieren, lassen sich die vier von «United4Hope» von Frédérique Rol und Patricia Merz coachen. Die beiden Waadtländerinnen haben zusammen zwei EM-Brozemedaillen im Leichten Doppelzweier gewonnen und sind 2021 an den Olympischen Spielen in Tokio 7. geworden. Sie wissen also, wie wichtig gute Vorbereitung und Teamarbeit ist. «Wir bekommen von ihnen immer wieder Aufträge. Das sind meistens Reflexionsaufgaben oder auch Fragen, welche Rolle wir auf dem Boot haben und wen wir in welcher Rolle sehen, um herauszufinden, ob wir eigentlich das gleiche Verständnis dafür haben, was alles gemacht werden muss und ob wir auch die gleiche Person in dieser Rolle sehen oder nicht», erklärt Manuela Wettstein.
Das Boot, in dem die vier rudern werden, heisst «Heidi». Es ist mit allem ausgestattet, was die vier auf ihrer rund 40-tägigen Überfahrt brauchen werden: Wasseraufbereitung, Radar, eine aufblasbare Rettungsinsel, Notkommunikation.
Inzwischen haben Eivind Helland und Pascal Bircher die «Heidi» nach Holland transportiert. Doch wurden noch einige technischen Anpassungen gemacht: Das Steckschwert wurde so modifiziert, dass man es nicht nur einstecken kann oder eben nicht, sondern dass man es stufenweise verändern kann, was Flexibilität bringt und auch Zeit sparen soll. Ausserdem wurde das alte Alu-Ruder durch ein leichteres Karbon-Ruder ersetzt.
Aus Holland direkt nach Fislisbach
Heute Freitag sind Valerie Zellweger und Manuela Wettstein auf dem Weg zurück von Holland, wo sie «Heidi» abgeholt haben. Bevor sie wieder aufs Wasser geht, bekommen Interessierte die einmalige Gelegenheit, das Hochseeboot aus nächster Nähe zu sehen und dem Team Fragen zu stellen: Am Samstag, 28. März, von 9 bis 15 Uhr, steht «Heidi» in Fislisbach auf dem Guggerplatz. Das Team ist natürlich auch vor Ort.
Susanne Loacker
Was ist «The World’s Toughest Row»?
«World’s Toughest Row» gilt als das härteste Ruderrennen der Welt Der Atlantik wird von den Kanarischen Inseln bis zur Karibik überquert. Das Ziel von «United4Hope» ist es, 3000 Meilen (ca. 4800 km) so schnell wie möglich zu überwinden und dabei mittels Spenden Menschen in Not unterstützen.
Leserinnen und Leser fragen «United4Hope»
Wer keine Zeit hat, «Heidi» und ihre Crew am Samstag, 28. März, in Fislisbach zu besuchen, hat trotzdem die Gelegenheit, Fragen zu stellen: Mailen Sie Ihre Fragen bis Donnerstag, 26. März, an sport@ reussbote.ch. Die Fragen werden dann in einer der nächsten Ausgaben des «Reussbote» beantwortet.