Der FC Fislisbach hat nun einen Kunstrasen. Dieser bringt viele Vorteile, die ersten Trainings konnten vor der offiziellen Eröffnung schon stattfinden
Weniger abgesagte Spiele, viel mehr Trainingsmöglichkeiten:
Der neue Kunstrasen des FC Fislisbach bringt eine ...
Der FC Fislisbach hat nun einen Kunstrasen. Dieser bringt viele Vorteile, die ersten Trainings konnten vor der offiziellen Eröffnung schon stattfinden
Weniger abgesagte Spiele, viel mehr Trainingsmöglichkeiten:
Der neue Kunstrasen des FC Fislisbach bringt eine ganze Menge Vorteile.
Schon vor der offiziellen Eröffnungsfeier (siehe Bericht auf der Titelseite) konnte der FC Fislisbach auf dem neuen Kunstrasen trainieren. Zum ersten Mal an einem verregneten Donnerstagabend. Die Frauenteams FF17, FF14 und FF11 waren alle auf dem Feld. Manche Spielerinnen trugen einen Regenschutz, was aber nicht zu stören schien.
Frauen-Trainer Christian Métral war sehr zufrieden: «Früher hätten wir das FF17-Training wohl durchgezogen, aber FF14 und FF11 hätten wir sicher absagen müssen.» Denn wenn ein herkömmlicher Rasen nass bespielt wird, steigt nicht nur das Verletzungsrisiko, sondern der Rasen nimmt auch Schaden und braucht dann Spielpausen, um sich regenerieren zu können. Zumindest während der laufenden Meisterschaft keine gute Idee.
Ein Effort mit vereinten Kräften
Am Tag zuvor war der neue Rasen offiziell abgenommen worden – abgesehen von einem winzigen Detail ohne Beanstandungen. Markus Dort, Junioren-Obmann und treibende Kraft hinter dem Projekt Kunstrasen, ist zufrieden. «Vor allem bin ich stolz darauf, dass wir das mit vereinten Kräften geschafft haben.» Sogar die Finanzlage sieht mittlerweile gut aus: Vor der Eröffnungsfeier waren noch 13 000 Franken offen. Auch die neue Reinigungsmaschine ist inzwischen vom Kunstrasenbauer abgenommen und in Betrieb. Im Gegensatz zum früheren Rasenmäher wird ein Kunstrasen eigentlich nur mit Hochdruck abgesaugt. Ausserdem werden die Halme immer wieder neu aufgerichtet. Es ist zu hoffen, dass am Spielfeldrand weder Snuus noch Kaugummi auf dem Kunstrasen landen. Schön wäre natürlich auch, wenn die Spieler nicht mehr auf den Boden spucken würden. Das ist aber wohl eine fromme Hoffnung. Auch das übrige Material ist da – Eckpfosten zum Beispiel kann man jetzt nicht mehr einfach in den Boden rammen.
Die neuen Trainingsmöglichkeiten auf dem Kunstrasen werden beim FC Fislisbach fair verteilt. Für diese Planung zuständig ist Christian Métral in Zusammenarbeit mit Laura Votta und Vera Stucki. «Seit dem 4. Juni konnte jede Mannschaft einmal pro Woche auf dem Kunstrasen trainieren, und einmal wurde auf Gras trainiert», erklärt er. Ab der neuen Saison gibt es dann zwei Trainingspläne: einen für schönes und einen für schlechtes Wetter. Die bisherige Schlechtwetter-Option, der Sandplatz, wird dann nicht mehr verwendet. «Das ist natürlich grossartig, weil natürlich auch der Sandplatz oft unter Wasser ist und bisher Trainings deshalb oft auch kurzfristig abgesagt werden mussten.»
Bloss bei Schnee kein Training
Auf dem Kunstrasen kann man grundsätzlich immer trainieren, wenn nicht gerade Schnee liegt. Und man kann auf diese Weise sogar anderen aushelfen: Jeden zweiten Mittwochnachmittag wird die regionale Mädchenauswahl des Kantons Aargau in Fislisbach trainieren können.
Im Trainingsalltag ändert sich vor allem bei den Frauenteams die Relevanz des Aufwärmens: Weil das Abbremsen auf dem Kunstrasen anders ist, ändert sich auch die Belastung auf den Körper. Darauf muss man gerade bei den Frauen aufpassen, weil sie sich öfter Knieverletzungen zuziehen. Bei den Männern wird das Spiel vor allem schneller werden, und die Technik bekommt einen höheren Stellenwert. Dass der Kunstrasen ein Grund ist, in Fislisbach spielen zu wollen, spürt Trainer Christian Métral bereits: «Ich bekomme deutlich mehr Anfragen von Spielerinnen, die zu uns kommen möchten.»
Susanne Loacker