Ich behaupte von mir, dass ich emanzipiert bin und mich für Gleichstellung stark mache. Von Seite FDP zu lesen («NZZ am Sonntag» vom 25. Januar), dass die Abstimmung zur Individualbesteuerung auf der gleichen Ebene ist, wie vor vielen Jahren die Einführung des ...
Ich behaupte von mir, dass ich emanzipiert bin und mich für Gleichstellung stark mache. Von Seite FDP zu lesen («NZZ am Sonntag» vom 25. Januar), dass die Abstimmung zur Individualbesteuerung auf der gleichen Ebene ist, wie vor vielen Jahren die Einführung des Frauenstimmrechtes, ist ein Vergleich, den ich nicht stehen lassen kann. Die Individualbesteuerung ist nichts anderes als ein administrativer Moloch, der die gutverdienenden Doppeleinkommen bevorzugt, Alleinerziehende massiv schwächt und für viele weitere, neue Ungerechtigkeiten schafft. Von Fortschritt für Frauen keine Spur. Über eine Steuerreform verheiratete Paare zu zwingen, wie sie ihr Lebensmodell gestalten sollen, kann nicht unterstützt werden. Über die fehlenden Millionenbeträge für Bund, Kantone und Gemeinden haben wir schon genug gelesen. Ehrlich gesagt, habe ich bis jetzt keinen Grund gefunden, weshalb diese Steuerreform modern und zeitgemäss sein sollte. Sie ist teuer, schädlich für das Gemeinwohl und muss abgelehnt werden. Im Übrigen lehne ich auch die weiteren Vorlagen ab. Ganz einfach: sechsmal nein.
Edith Saner, Birmenstorf, Grossrätin Co-Präsidentin Die Mitte Aargau