Das Thema der «gescheiterten» Carsharing-Beteiligung der AEW Energie AG (Artikel links) beschäftigt jetzt auch die kantonale Politik. Die Grossräte Adrian Schoop (FDP, Baden) und Mario Gratwohl (SVP, Niederwil) haben diese Woche im Grossen Rat eine Interpellation eingereicht. ...
Das Thema der «gescheiterten» Carsharing-Beteiligung der AEW Energie AG (Artikel links) beschäftigt jetzt auch die kantonale Politik. Die Grossräte Adrian Schoop (FDP, Baden) und Mario Gratwohl (SVP, Niederwil) haben diese Woche im Grossen Rat eine Interpellation eingereicht. Die Parlamentarierer kritisieren die Beteiligung der AEW Energie AG als Staatsbetrieb des Kantons. Mit Beschluss vom 6. März habe der Regierungsrat die AEW-Eigentümerstrategie präzisiert und an das im Juni 2025 vom Grossen Rat angepasste Dekret über den Leistungsauftrag angepasst. Am 9. März habe die AEW Energie AG dann darüber informiert, dass das Angebot von Swiss E-Car per 31. Oktober 2026 eingestellt werde. «Diese Beteiligung wirft grundsätzliche Fragen auf. Sie zeigt exemplarisch, wie Staatsunternehmen in wettbewerblichen Märkten tätig werden, die nicht zu ihrem Versorgungsauftrag gehören», schreiben die Grossräte aus der Region. Dass bei solchen Engagements letztlich Steuerzahler und Stromkunden das Risiko trügen, begünstige solche Experimente zusätzlich. Sie bitten den Regierungsrat um die Beantwortung verschiedener Fragen, wollen wissen, welches Organ der AEW die Beteiligung genehmigt hat und wann und wie der Regierungsrat informiert wurde. Sie erfragen die Höhe der Beteiligung und welche Verluste 2024 und 2025 entstanden seien und mit welchen weiteren Verlusten bis zur Einstellung des Angebots zu rechnen sei. Ob es kein Warnsignal für die AEW-Verantwortlichen gewesen sei, dass sich im Bereich Carsharing bei Elektromobilität kaum private Anbieter engagierten, ist eine weitere Frage. Auf die Antworten darf man gespannt sein. Der Regierungsrat hat drei Monat Zeit, die Fragen der beiden Grossräte zu beantworten. (mbe)