Die Staatsanwaltschaft hat ihre umfangreiche Untersuchung in einem schwerwiegenden Sexualstrafverfahren abgeschlossen, teilte sie mit. Sie hat beim Bezirksgericht Baden Anklage gegen einen heute 57-jährigen Schweizer erhoben. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, eine erwachsene Frau sowie ...
Die Staatsanwaltschaft hat ihre umfangreiche Untersuchung in einem schwerwiegenden Sexualstrafverfahren abgeschlossen, teilte sie mit. Sie hat beim Bezirksgericht Baden Anklage gegen einen heute 57-jährigen Schweizer erhoben. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, eine erwachsene Frau sowie eine Minderjährige wiederholt und eine weitere erwachsene Frau einmal in einen widerstandsunfähigen Zustand versetzt und in der Folge sexuell missbraucht zu haben. Der Mann befindet sich seit seiner Festnahme in Haft.
Auslöser der Ermittlungen war ein Vorfall in der Nacht vom 4. September 2023: Die Mutter der Minderjährigen überraschte den Beschuldigten während einer mutmasslichen Tat und alarmierte umgehend die Polizei. Diese nahm den Mann kurze Zeit später an seinem Wohnort fest. Dem Mann werden diverse Delikte vorgeworfen, darunter mehrfacher versuchter Mord, sexuelle Nötigung, Schändung, sexuelle Handlungen mit Kindern und weitere Straftaten. Nach dem Ergebnis der Untersuchung soll der Beschuldigte über einen längeren Zeitraum hinweg heimlich sogenannte «K.-o.-Tropfen» verabreicht haben, um die Opfer in einen Zustand tiefer Bewusstlosigkeit zu versetzen, in dem sie nicht mehr in der Lage waren, einen freien Willen zu bilden oder sich zur Wehr zu setzen. Zudem soll er die Taten aufgezeichnet haben. Die Staatsanwaltschaft Baden beantragt eine lebenslängliche Freiheitsstrafe sowie die Anordnung einer ambulanten, vollzugsbegleitenden Behandlung. Die Anklage ist beim Bezirksgericht Baden hängig. Bis zu einem rechtskräftigen Entscheid gilt die Unschuldsvermutung. (mbe)