Keine Politikverdrossenheit zu spüren
30.10.2026 FislisbachFislisbach: Infoveranstaltung zur kommenden Gemeindeversammlung und weiteren Themen war sehr gut besucht
An der Winter-Gmeind vom 13. November werden neben dem Budget 2027 verschiedene Abrechnungen von Bauprojekten im Dorf vorgelegt.
Die öffentliche ...
Fislisbach: Infoveranstaltung zur kommenden Gemeindeversammlung und weiteren Themen war sehr gut besucht
An der Winter-Gmeind vom 13. November werden neben dem Budget 2027 verschiedene Abrechnungen von Bauprojekten im Dorf vorgelegt.
Die öffentliche Infoveranstaltung in der Aula Leematten III verzeichnete eine grosse Besucherzahl. «Schön, soviele Gesichter zu sehen», sagte der für den Bau zuständige Vizeammann Christoph Schott. Er informierte, dass das Projekt «Fussgängerstreifen Erlenstrasse» voraussichtlich im November öffentlich aufgelegt wird. Das Landerwerbsverfahren soll 2027 folgen. Die Idee ist, die Sicherheit auf dem Schulweg zu erhöhen, wie sie die 2023 eingereichte Petition anregte. An der Gemeindeversammlung wird ein Verpflichtungskredit von 817 000 Franken für die Erneuerung der Föhrenstrasse beantragt. Die Kanalisation und Wasserleitung müssen ersetzt und erweitert werden, erklärte Schott. Die Arbeiten werden 2027 rund sieben Monate dauern.
Kredit Feldstrasse überschritten
Der Gemeinderat informierte ausserdem über die Kreditabrechnung für das Strassenbauprojekt Feldstrasse im Abschnitt Birmenstorferstrasse bis Leemattenstrasse. Die Wasserleitung wurde erneuert, die Strasse ebenso, und um einen Gehweg erweitert. Es resultierte eine Kreditüberschreitung. «Aus meiner Sicht ist das nicht optimal gelaufen und sollte nicht passieren», sagte Christoph Schott. Der Bauingenieur habe schlicht die Rohrlegearbeiten vergessen einzukalkulieren, die 72 000 Franken kosteten. Ob das Konsequenzen für den Ingenieur haben werde, wollte ein Fislisbacher wissen. Die Abklärungen dazu sind noch im Gange. Zur Kreditabrechnung für den Holz-Modulbau Leematten IV erklärte Gemeinderat Diego Sandmeier, dass dieser Kredit um 290 000 Franken unterschritten worden ist. Das sei auf vorteilhafte Preise bei Einrichtung und Möblierung zurückzuführen. «Wir sind auf wenig Unvorhergesehenes gestossen», sagte der Bildungs-Vorsteher. Der Modulbau, der vorher in der Stadt Zürich in Gebrauch war, wurde vor einem Jahr eingeweiht, er entspreche allen Anforderungen.
Frau Gemeindeammann Simone Bertschi informierte danach über Blaulichtorganisationen und die Notfalltreffpunkte und den Notfallknopf. Die Hauptübung der Feuerwehr fand kürzlich beim Alterszentrum statt. Erfreulich sei, dass die Feuerwehrangehörigen selbst seit Jahren keinen Unfall erlitten hätten. Laut Bertschi gleist die Gemeinde die Anschaffung eines neuen Pionerfahrzeugs (PIF) auf. Eine Beschaffungskommission wird eingesetzt. Die Nettoinvestition betrage rund 300 000 Franken und an der Winter-Gemeind 2027 soll ein Kredit beantragt werden.
Fislisbach steht zur Repol
Danach informierte Simone Bertschi über die politischen Diskussionen um die Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal (Repol). Fislisbach bleibt ihr treu. «Wir stehen zu unserer Repol», sagte die Frau Gemeindeammann. Die Personalsituation habe sich stabilisiert seit der Krise. Das Team sei noch nie so gut aufgestellt gewesen wie heute. Die Repol habe einen guten Chef, der erst seit dem Frühjahr im Amt sei und eine Chance verdiene. Alle zehn Trägergemeinden hätten ausserdem der Renovation des Polizeipostens in Niederrohrdorf zugestimmt. Die Regionalpolizei zeige Präsenz in der Region und habe kurze Wege. Für 33 180 Einwohner ständen aktuell 18,4 Stellen bei der Repol zur Verfügung. «Die Repol mit nur fünf Gemeinden weiterführen, wird aber nicht funktionieren», sagte Bertschi. Mellingen, Oberrohrdorf, Bellikon, Stetten und Tägerig wollen den Vertrag kündigen und zur Kantonspolizei wechseln (Ausgabe vom Dienstag). Unter dem Traktandum «Verschiedenes» wurde über Bauprojekte informiert. Zur Siedlungserweiterung Buech liegt laut Vizeammann Christoph Schott der Vorprüfbericht des Kantons vor. Er werde nun geprüft. Die Frage, ob eingezont wird oder nicht, soll an die Winter-Gemeindeversammlung 2027 kommen. Auf eine Frage der Anwesenden, wie der Vorprüfbericht ausgefallen ist, sagte Schott, «Positiv, mit ein paar Vorbehalten». Man werde diese mit dem Planungsbüro anschauen. Zur Sanierung der Kantonsstrasse Badenerstrasse wurde erklärt, dass Einwendungen im laufenden Projektverfahren das Sanierungsprojekt verzögerten. Das Landerwerbsverfahren erfolgt 2027. Voraussichtlicher Baubeginn: 2028. Zur Projektauflage des Fussgängerstreifens Erlenstrasse gab es Fragen zu den geplanten Inseli auf der Strasse. «Die Gemeinde hätte es gerne günstiger gemacht und zwei Tempo-30-Tafeln aufgestellt», sagte der Bauvorsteher Schott. Doch der Kanton lässt Tempo 30 nicht zu.
Jugendarbeit braucht Mithilfe
Gemeinderätin Nicole Kaspar rief die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Die Fislisbacher Jugendarbeit braucht einen Ersatz für die Anlaufstelle an der Dorfstrasse 1. Der Vertrag eines Aufenthaltsraumes, der auch von der Väterund Mütterberatung benützt wird, wurde gekündigt. Die Schibli-Geschwister haben der Jugendarbeit bis Ende 2028 einen Teil ihres Elternhauses an der Schönbühlstrasse 4 zur Verfügung gestellt. Danach ist noch alles offen.
Marc Benedetti

