Die Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal führte eine Kontrolle bei Trendfahrzeugen durch. Ein Lenker wurde verzeigt
Bei der Kontrolle von Trend-Fahrzeugen durch die Regionalpolizei kam es zu einer Fahrerflucht. Dem jungen Lenker wurde nicht nur sein E-Roller für eine ...
Die Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal führte eine Kontrolle bei Trendfahrzeugen durch. Ein Lenker wurde verzeigt
Bei der Kontrolle von Trend-Fahrzeugen durch die Regionalpolizei kam es zu einer Fahrerflucht. Dem jungen Lenker wurde nicht nur sein E-Roller für eine Prüfung eingezogen. Er wurde zuhanden der Jugendstaatsanwaltschaft auch verzeigt.
Die Szene war filmreif. Kurz vor dem Mittag sprangen am Mittwoch auf der Höhe der Schulanlage Kleine Kreuzzelg zwei Polizisten aus einem Einsatzfahrzeug. Sie sprinteten auf den Parkplatz. Dort versuchte ein E-Roller-Lenker dem entgegenkommenden Fahrzeug der Repol auszuweichen. Statt anzuhalten, wendete der Lenker vor den Polizisten und versuchte zu flüchten. Bei der Ausfahrt versperrte inzwischen aber das Einsatzfahrzeug den Fluchtweg. Der E-Roller-Fahrer ist bei der Repol bekannt. Er wurde bereits früher bei einer Geschwindigkeitskontrolle mit 57 Stundenkilometern erwischt – erlaubt sind 25. Dafür erhielt er damals eine Verzeigung bei der Jugendstaatsanwaltschaft. Zu fruchten scheint das nicht. Ein Tag vor der aktuellen Trendfahrzeugkontrolle stoppte eine Patrouille der Repol ihn und einen Kollegen. Bei der Überprüfung der E-Roller mittels mobiler Prüfrolle, war jedoch nur das Fahrzeug des Kollegen mit 56 km/h zu schnell. Dieser Lenker wurde in vergangener Zeit bereits mit übersetzter Geschwindigkeit von einer semistationären Laseranlage erfasst. Er konnte dadurch von den Repolbeamten identifiziert werden. Auch er wurde an die Jugendstaatsanwaltschaft verzeigt. «Die Geschwindigkeit von E-Rollern und E-Scootern kann per App oder mit einem Adapter manipuliert werden. Bei einer drohenden Kontrolle kann so die Geschwindigkeit rasch zurückgesetzt werden», führt Repol-Polizist Fabian Egloff aus.
Flucht misslang E-Roller-Lenker
Wegen des Fluchtversuches beim Schulhaus Kleine Kreuzzelg überprüften die Repol-Beamten das Fahrzeug nicht vor Ort, sondern zogen es ein. Es wurde zum verkehrstechnischen Dienst des Kantons zur Prüfung gebracht. Der fehlbare Jugendliche wurde zudem zuhanden der Jugendstaatsanwaltschaft verzeigt. Um nicht zu Fuss nach Hause laufen zu müssen, rief der Jugendliche seine Mutter an. Sie holte ihren Sprössling umgehend ab. «Wir hatten hier Glück, dass wir den E-Roller-Lenker trotz Flucht anhalten konnten», sagt Einsatzleiter Fabian Egloff. Oft würden fehlbare Lenker sich durch eine Flucht durch Geh- oder Quartierwege einer Kontrolle entziehen. So würde zuweilen auch durch den Innenhof des Alterszentrums Im Grüt mit hoher Geschwindigkeit gefahren. «Es ist zuweilen ein Katz- und Mausspiel», sagt er. Verfolgungsjagden liefere man sich aus Sicherheitsgründen für die Flüchtenden nicht. Angehalten seien Eltern von Jugendlichen, darauf zu schauen, ob gekaufte Trendfahrzeuge den Gesetzen der Schweiz entsprächen. E-Trottinett dürfen 20 km/h und E-Roller 25 km/h fahren. Zwar gibt es bis anhin keine Helmpflicht, das Tragen eines Helms ist aber aus Sicherheitsgründen ratsam. «Die Kontrolle von Trendfahrzeugen haben wir Aufgrund vieler Rückmeldungen aus der Bevölkerung bei ‹Coffee with Cops› gemacht», sagt er. «Viele sagten, dass E-Roller und E-Scooter zu schnell und ohne Rücksicht unterwegs seien.
Fislisbach-Kontrolle verlief ruhig
Weniger spektakulär verlief die Kontrolle der Repol beim Schulareal Leematten in Fislisbach. Trotz Schulschluss waren keine Schülerinnen und Schüler mit Trendfahrzeugen unterwegs. «Manchmal informieren sich Jugendliche gegenseitig per SMS oder hupen, um andere zu warnen», so Fabian Egloff. Erlaubt sei das nicht. Bei der Birmenstorferstrasse vor der Schule konnte dann doch noch ein E-Roller-Fahrer überprüft werden. Furhan Bastriovski war korrekt unterwegs. Der 32-Jährige konnte nach der Kontrolle seine Fahrt fortsetzen.
Debora Gattlen