Referendum zum Kredit Turnhallensanierung ist zustande gekommen
Eine Interessengruppe hatte das Referendum gegen den Kredit für die Teilsanierung Turnhalle und Schulhaus ergriffen. Mit Erfolg.
Das Referendum gegen den Kredit über 5,28 Millionen Franken zur Sanierung des ...
Referendum zum Kredit Turnhallensanierung ist zustande gekommen
Eine Interessengruppe hatte das Referendum gegen den Kredit für die Teilsanierung Turnhalle und Schulhaus ergriffen. Mit Erfolg.
Das Referendum gegen den Kredit über 5,28 Millionen Franken zur Sanierung des Schulcampus Leematten ab 2026 bis 2031 ist zustande gekommen. Dies teilt die Gemeinde Fislisbach mit. Somit kommt es am 14. Juni 2026 zur Urnenabstimmung.
Eine Interessengruppe hatte in Fislisbach das Referendum gegen den Beschluss der Einwohnergemeindeversammlung vom 14. November 2025 ergriffen. Mit grossem Mehr genehmigten die über 170 anwesenden Stimmberechtigten damals den Kredit zur Schul- und Turnhallensanierung – allerdings stimmten auch 26 Personen an der Winter-Gmeind gegen diesen Antrag. In der Folge lancierte eine Interessengruppe noch vor den Feiertagen im Dezember eine Unterschriftensammlung. Das Referendumsbegehren sei am 22. Dezember fristgerecht mit 399 Unterschriften eingereicht worden, teilt die Gemeinde mit. Nach Prüfung durch die Gemeinde verbleiben 385 gültige Unterschriften – 14 Unterschriften erwiesen sich bei der kommunalen Prüfung als ungültig. Die erforderliche Anzahl beträgt 363 Unterschriften.
Die Gründe für ein Referendum
Der «Reussbote» informierte bereits vor Weihnachten über die Hintergründe für dieses Referendum (Ausgabe vom 24. Dezember). Gegen den Kredit für die Schul-Teilsanierung des Fislisbacher Schulcampus’ (Bauphase II) wehren sich die Initiantinnen und Initianten auch deshalb, weil in einer dritten Bauphase – von 2030 bis 2032 – weitere rund 17 Millionen Franken gesprochen werden müssten.
Die Gruppe bemängelt fehlende, langfristige Planung. Nötig sei eine umfassende Wirtschaftlichkeitsprüfung, die aufzeige, ob sanieren oder neubauen sinnvoller ist. Im Begründungsschreiben fragt die Referendumsgruppe, ob die Sanierungskosten auch notwendige Massnahmen enthalten, um aktuelle Standards beispielsweise im Brandschutz, in der Energieeffizienz oder bei der Barrierefreiheit zu erfüllen. Die Infrastruktur der Turnhalle Leematten I sei veraltet und erfülle heutige Anforderungen nicht mehr. Energetische Mängel wie undichte Decken, Fenster und schlechte Isolation würden zu einem hohen Energieverbrauch führen. Zudem sei im Vorfeld keine Asbest-Expertise durchgeführt worden. Mit Asbest sei aber, aufgrund des Baujahrs der Anlagen, zu rechnen. Die weiteren Beschlüsse der Einwohnergemeindeversammlung vom 14. November sind laut Mitteilung der Gemeinde Fislisbach in Rechtskraft erwachsen. (hhs)