An der Gemeindeversammlung vom 28. November 2025 wurde über den Vorprojektierungskredit betreffend Abtausch Kantonsstrasse West gegen Industriestrasse Gemeinde abgestimmt. Der Projektierungskredit von je 80 000 Franken (total 160 000 Franken) wurde mit 107 Nein zu 51 Ja klar abgelehnt. ...
An der Gemeindeversammlung vom 28. November 2025 wurde über den Vorprojektierungskredit betreffend Abtausch Kantonsstrasse West gegen Industriestrasse Gemeinde abgestimmt. Der Projektierungskredit von je 80 000 Franken (total 160 000 Franken) wurde mit 107 Nein zu 51 Ja klar abgelehnt. Dagegen wurde das Referendum erfolgreich eingereicht und somit kommt das Geschäft am kommenden 8. März zur Abstimmung. Das ganze Abtauschgeschäft würde die Gemeinde nebst den ordentlichen Sanierungskosten zusätzlich circa 4.7 Millionen Franken kosten. Bezüglich Strassenführung entsteht gegenüber der heutigen Situation nichts neues.
Der Verkehr von Seite Wohlenschwil Richtung Birrfeld und Auffahrt N1 Bern fliesst schön längst über die Industriestrasse. Alles Richtung Lenzburg, Dottikon und Auffahrt N1 Zürich fährt weiterhin durch den westlichen Dorfteil. Das Ganze auch umgekehrt. Daran ändert auch das sehr teure «Abtauschtrickli» zur Einführung von Tempo 30 auf der heutigen Kantonsstrasse Ost nichts. Der vermeintlichen Beruhigung mit Tempo 30 entfallen auch alle Fussgängerstreifen und erhöhen die Gefahr für Fussgänger und auch Schulkinder und es gilt generell Rechtsvortritt. Der erst vor einigen Jahren erstellte Kreisel beim Gewerbepark wird abgebaut und durch ein-Lichtsignal ersetzt. Wo ist der Postautowendeplatz? Dazu kommt, dass die heutige Kantonsstrasse Ausnahme- und Schwerverkehrsachse ist und auch bleibt und keine zusätzlichen Hindernisse erlaubt. Die Umsetzung dieses Planspieles könnte nur durch Einschränkungen und Verbote wirklich realisiert werden und der Kreisel unter der Autobahnbrücke (Bruggerstrasse/Industriestrasse) würde total überlastet. Tägliche Staus sind dort vorprogrammiert. Unsere desolaten Gemeindefinanzen lassen ein derart abenteuerliches Vorhaben mit 4,7 Millionen Zusatzüberschuldung zu den bereits bestehenden 11 Millionen, ohne Gewinn für die Dorfbevölkerung nicht zu. Es stehen auch noch einige gewichtige Bau- und Sanierungsarbeiten an und müssen finanziert werden. Somit muss klar festgehalten werden, dass wir diesen Strassenabtausch finanziell nicht stemmen können und demzufolge auch zum Planungskreditanteil von 80 000 Franken mit Überzeugung Nein sagen müssen. Zur ohnehin zu erwartenden, wäre eine massive Steuererhöhung die unausweichliche Folge. Wollen wir das? Wohl kaum. Darum, wehret den Anfängen und stimmt ab mit einem überzeugten Nein!
Hans Eichelberger, Mägenwil