Giorgio Keller aus Oberrohrdorf, Präsident des FC Rohrdorferberg, hat wieder ein Buch über Motorsport veröffentlicht
Der Sportjournalist Giorgio Keller aus Oberrohrdorf legt ein neues Buch über Rennsport vor. Es ist das dritte einer Trilogie.
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Giorgio Keller aus Oberrohrdorf, Präsident des FC Rohrdorferberg, hat wieder ein Buch über Motorsport veröffentlicht
Der Sportjournalist Giorgio Keller aus Oberrohrdorf legt ein neues Buch über Rennsport vor. Es ist das dritte einer Trilogie.
Für Giorgio Keller, den man in der Region auch als Präsidenten des FC Rohrdorferberg kennt, hat neben dem Ball noch eine andere grosse Liebe: Motorsport. Genau genommen ist es sogar seine erste Liebe: Mit 15 legte er, damals noch in Bellinzona wohnhaft, als freier Mitarbeiter den Grundstein für eine lange Karriere als Sportjournalist. Mit 20 machte er sich als Freelancer selbstständig. Action und Tempo, sagt Keller, das habe ihn schon damals mitgenommen.
Kein Detail auslassen
Und es fasziniert ihn auch heute noch. Der inzwischen 68-Jährige hat soeben mit «Motorsport-Klassiker im Tessin und Graubünden (Band 3)» ein weiteres Werk vorgelegt, das die Geschichte des Motorsports im Tessin akribisch nachzeichnet.
Es ist eine lange Geschichte: 1906 wurde erstmals ein Rennen von Lugano bis zum Gotthardpass und zurück veranstaltet. Vom Tessin gelangte der Rennsport auch nach Graubünden: 1929 fand erstmals die Bergprüfung zum Berninapass statt.
Die Arbeit an seinen Büchern ist für Keller vor allem das Recherchieren von Daten und Informationen. «Und man sollte nach Möglichkeit kein Detail auslassen.» Dabei entdecke er auch selber immer wieder Neues. Das Buch, das sich an Motorsport-Fans und an historisch interessierte Personen richtet, enthält italienische und deutsche Teile. Keller erklärt: «Ich beschloss, vorerst alles vom Tessin auf die italienische Schweiz, also auch das Bergell und das Puschlav, auszudehnen. Zum Thema Graubünden kamen weitere wichtige Rennen dazu wie Sameden, Lenzerheide, Davos), ergo ‹musste› man diese Kapitel auch auf Deutsch schreiben.» Obwohl Kellers Herz für den guten alten Ottomotor schlägt, räumt er der Zukunftstechnologie Chancen ein: «Der Mensch will immer und überall besser sein oder werden, egal ob bei einem 100-Meter-Rennen oder auf einer Strecke mit einem Fahrzeug. Motorsport wird immer eine Zukunft haben, vielleicht verlagern sich die Interessen, wie zum Beispiel im Bereich der E-Fahrzeuge.» Das habe auch mit dem Werbeeffekt siegreicher Autoproduzenten zu tun: Man wecke Interesse und bleibe imagemässig nahe beim Verbraucher. Doch für den Moment sorgt Giorgio Kellers neues Buch vor allem dafür, dass man in der Vergangenheit des Motorsports schwelgt.
Susanne Loacker
Infos zum Buch
«Classiche motoristiche in Ticino e nei Grigioni» (Motorsport-Klassiker im Tessin und Graubünden), 3. Band. Autor: Giorgio Keller – Verlag: Fontana Edizioni – 424 Seiten, 1500 Bilder – ISBN: 978-88- 8191-864-5 – Im Buchhandel oder fontanaedizioni.ch – Verkaufspreis 58 Franken.