Wer in den aktuellen politischen Auseinandersetzungen keine sachlichen Gegenargumente mehr hat, greift offensichtlich zu persönlichen Unterstellungen und Schlagwörtern. Dass Teile der Parteienlandschaft – von der FDP über Die Mitte bis zur SP – die ...
Wer in den aktuellen politischen Auseinandersetzungen keine sachlichen Gegenargumente mehr hat, greift offensichtlich zu persönlichen Unterstellungen und Schlagwörtern. Dass Teile der Parteienlandschaft – von der FDP über Die Mitte bis zur SP – die Befürworter der Neutralitätsinitiative pauschal verunglimpfen und ihnen die Handlangerschaft fremder Mächte unterstellen, zeigt vor allem eines: argumentative Verlegenheit der Gegner und einen erschreckenden Mangel an Respekt vor andersdenkenden Bürgerinnen und Bürgern. Diese Form der Kampagnenführung ist primitiv. Eine jahrhundertealte Tradition der eigenständigen und unabhängigen Friedenspolitik lässt sich nicht durch billige Diffamierungen vom Tisch wischen.
In der Neutralitätsfrage ist Schweizer Patriotismus jetzt oberste Pflicht. Nur die strikte Auslegung, wie sie schon immer gepflegt wurde (bis zur unsäglichen Abkehr 2022), macht unsere Schweiz wieder verlässlich. Dies nicht nur im Krieg, sondern erst recht im Alltag und in der Wirtschaft. Fertig mit dem wischiwaschi-situativen Schleuderkurs. Wer die CH-Neutralität befürwortet, wie sie schon immer war, sagt Ja zur Neutralitätsinitiative und Ja zum Frieden.
Patrick Oldani, (noch) Vizepräsident, Die Mitte, Tägerig