Zum Leserbrief «Eine neue Schul anlage für 41,1 Millionen Franken?» von René Roca, «Reussbote» vom 31. März
Ja, zur neuen Schulanlage! Endlich gibt es ein schönes, befriedigendes Projekt. Wieviel Geld haben wir schon verpufft mit Projekten, die ...
Zum Leserbrief «Eine neue Schul anlage für 41,1 Millionen Franken?» von René Roca, «Reussbote» vom 31. März
Ja, zur neuen Schulanlage! Endlich gibt es ein schönes, befriedigendes Projekt. Wieviel Geld haben wir schon verpufft mit Projekten, die wieder verworfen wurden? Seit vielen Jahren platzt unsere Schule aus allen Nähten und muss mit Provisorien arbeiten. Schülerzahlen gehen in den einzelnen Dörfern auf und ab. Aber über das ganze Einzugsgebiet dürften sie stabil hoch bleiben. Auch in Oberrohrdorf gibt es den Generationenwechsel, der wieder für einen grösseren Schüleranteil am Ganzen sorgt.
Kinder, respektive Schüler, sind die Zukunft der Gesellschaft, des Landes, der wesentliche Baustein unserer Altersversorgung. Dafür haben wir alle unsere Verantwortung wahrzunehmen. Ganz besonders auch alle die keine oder wenige Kinder haben, sind verpflichtet ihren finanziellen Anteil zu leisten, damit unser Generationenvertrag weiterbestehen kann.
Wer wohl ist in seiner Umgebung, arbeitet und lernt besser. Dies gilt für Lehrer und Schüler, ja für uns alle. Wir Alten dürften in der besten Zeit auf dieser Welt gelebt haben. Es gab für uns keine grossen Hürden, eine gute Lehrstelle zu bekommen. Nach Abschluss der Lehre oder eines Studiums waren wir überall willkommen. Wir konnten auswählen, wo wir arbeiten wollten. Heute müssen sich die Jugendlichen schon für eine Schnupperlehre bewerben und Tests absolvieren. Mit KI ist eine neue Herausforderung da. Braucht es den Beruf, den ich gerade erlerne, überhaupt noch, wenn ich meine Lehre abschliesse?
Schwächer werdende Leistungen der Jugendlichen, woran mag das liegen? Der Lehrplan wurde stetig erweitert, vielleicht wäre weniger mehr? Wo bleibt nebst dem Schulunterricht Zeit zum Lernen und zum Kind sein, wenn jede freie Minute verplant ist. Wir machen es uns zu einfach, wenn wir das mangelnde Niveau nur den Jugendlichen anlasten. Und ganz bestimmt wäre es der falsche Weg, den Schülern eine gute und schöne Schule zu verwehren. Leisten wir uns diese Schule für unsere Kinder, damit sie dereinst bereit sind, auch für uns etwas Gutes zu tun!
Marianne Jossi, Niederrohrdorf