Fussball: Sowohl die 4.-Liga-Frauen als auch die FF-17 von Niederwil testeten am Frauentag sehr erfolgreich
Die 4.-Liga-Frauenmannschaft des FC Niederwil fegte am letzten Sonntag die
3.-Ligistinnen aus Leuzingen regelrecht vom Platz.
Am Schluss ging ohne Stadionanzeige fast ...
Fussball: Sowohl die 4.-Liga-Frauen als auch die FF-17 von Niederwil testeten am Frauentag sehr erfolgreich
Die 4.-Liga-Frauenmannschaft des FC Niederwil fegte am letzten Sonntag die
3.-Ligistinnen aus Leuzingen regelrecht vom Platz.
Am Schluss ging ohne Stadionanzeige fast der Überblick verloren: Wie viele Tore hatten die Frauen des FC Niederwil jetzt gemacht gegen den FC Leuzingen?
Sieben. Und die Gegnerinnen null. Niederwil startete sehr stark in die Partie und liess sich auch in der Folge nicht mehr vom Kurs abbringen. «Die Spielfreude ist wieder da», sagte auch Coach Miguel Ferrao nach dem Spiel.
Es zahlt sich offensichtlich aus, dass die Niederwiler Frauen genau wie die Männer einmal pro Woche auf dem Kunstrasen in Wohlen trainieren dürfen. Ins Traininglager geht das Team erst über Ostern. Mit seinem Kader von 27 Frauen (wenn alle gesund und unverletzt sind) möchte Ferrao noch an der Physis und am Mentalen arbeiten.
FF-17 mit grossen Fortschritten
Von der aktuellen FF-17 könnte, so Miguel Ferrao, rund ein halbes Dutzend von der Technik her in der 1. Frauenmannschaft spielen, einige trainieren auch jeweils mit. Körperlich sind die meisten noch nicht ganz so weit, weil sie erst 14 bis 16 Jahre alt sind.
Samuella Dedaj, die die FF-17 trainiert, empfand das Testspiel gegen Brugg, das anschliessend an den Frauen-Match stattfand und 0:0 ausging, als recht positiv: Die Mädchen hätten sichtbare Fortschritte gemacht, seien selbstsicherer geworden: «Sie gehen mehr in Zweikämpfe und treten auf dem Feld allgemein besser auf. Natürlich ist das noch nicht alles perfekt, aber man sieht die Fortschritte deutlich.»
Das kommt wohl daher, dass das Trainerinnen-Team diesen Winter im Training einiges umgestellt, in der Absicht, mental und körperlich stärker zu werden. Zuvor hatten sie mehr Feinheiten trainiert, Spielzüge, Details – «bis uns klar wurde, dass wir die Mädchen zuerst selbstbewusster machen müssen, damit das andere auch funktioniert. Wir haben das Gefühl, es hat Wirkung. Sie müssen sich jetzt noch in der Kommunikation und im Zusammenspiel verbessern, daran arbeiten wir jetzt Schritt für Schritt», sagt Samuella Dedaj.
Und dann ist da noch das bei den Mädchen ewige Goalie-Problem. Im Moment traut sich zwar eine Feldspielerin, ins Tor zu stehen. Aber beliebt ist die Position nicht: «Sobald Mädchen ein paar Treffer kassieren, haben sie das Gefühl, daran seien allein sie schuld», sagt Samuella Dedaj. Doch wenn die ganze Mannschaft Fortschritte macht, bessert sich das vielleicht auch noch.
Susanne Loacker