Mutterkuhstall des Wendelinhofes wird umgestaltet und in Teilen neu gebaut
Der Wendelinhof war einer der ersten Betriebe, die vor 50 Jahren auf Mutterkuhhaltung umstellten. Der zugehörige Laufstall wurde über die Jahre immer wieder angepasst. Nun soll er umfassend modernisiert ...
Mutterkuhstall des Wendelinhofes wird umgestaltet und in Teilen neu gebaut
Der Wendelinhof war einer der ersten Betriebe, die vor 50 Jahren auf Mutterkuhhaltung umstellten. Der zugehörige Laufstall wurde über die Jahre immer wieder angepasst. Nun soll er umfassend modernisiert und ausgebaut werden.
Die Kühe führen auf dem Wendelinhof in Niederwil ein relativ schönes Leben. Die meiste Zeit sind sie draussen auf der Weide oder während der Sommerfrische auf der Alp in Glarus. Nur die Wintermonate verbringen sie im Stall. Bereits vor über 50 Jahren führte Hans Vock die damals neuartige Mutterkuhhaltung ein, bei der die Kühe ihre Kälber selbst aufziehen («Reussbote» vom 14. November 2025). Den entsprechenden Laufstall mit verschiedenen Bereichen zum Schlafen, Fressen und einem Auslaufbereich, der den Tieren die Möglichkeit bietet, nach draussen zu gehen, baute der Seniorchef Hans Vock ursprünglich als Provisorium. Bestand hat er bis heute, wurde aber immer wieder nach neuesten gesetzlichen Vorgaben angepasst. Nun soll er umgestaltet und durch einen neuen Anbau erweitert werden, wie sein Sohn Lukas Vock, der den Betrieb mittlerweile übernommen hat, zum aktuell aufliegenden Baugesuch erklärt.
Weniger Stress für Tiere
Insgesamt wird der Mutterkuhstall rund ein Viertel grösser als bisher: «Wir wollen den Tieren noch etwas mehr Platz geben», erläutert Lukas Vock. Dazu werde der bestehende Stall in Teilen abgerissen und durch einen neuen Anbau erweitert. Hintergrund sind verschiedene Anpassungen im Betrieb. So bleiben die Schlachttiere künftig zwei Monate länger auf dem Hof. «Wir wollen dadurch die Fleischqualität weiter verbessern», erklärt der Landwirt. Gleichzeitig gehe es um das Tierwohl. Das wird auch durch die Umgestaltung des Stalls selbst erhöht. Neu sind laut Lukas Vock unter anderem sogenannte Rundläufe, die es den rangniedrigeren Tieren ermöglichen, den ranghöheren besser aus dem Weg zu gehen. Das reduziert den Stress für die Tiere. Durch ein neues Strohlager sollen ausserdem die betrieblichen Abläufe verbessert werden, so Lukas Vock. Mit einem neuen unterirdischen Güllesilo reagiere man zudem bereits auf die neuesten Ammoniakvorschriften.
Michael Lux