Künten: Schülerinnen und Schüler müssen weiterhin ohne Strassenbeleuchtung nach Stetten zur Schule fahren
Bereits vor zwölf Jahren gab es einen Antrag für eine Beleuchtung des Radwegs beim Kanton. Nun wurde ein neuer Anlauf genommen. Der Kanton ...
Künten: Schülerinnen und Schüler müssen weiterhin ohne Strassenbeleuchtung nach Stetten zur Schule fahren
Bereits vor zwölf Jahren gab es einen Antrag für eine Beleuchtung des Radwegs beim Kanton. Nun wurde ein neuer Anlauf genommen. Der Kanton schmetterte den Antrag auch dieses Mal ab.
Die Schulkinder müssen weiterhin in den Wintermonaten in der Dunkelheit und in Waldesnähe von Künten nach Stetten fahren. Der Kanton wies den Antrag des Künter Gemeinderats für eine Beleuchtung ab. Vor zwölf Jahren stellte der Gemeinderat Stetten den gleichen Antrag. Beide Male kam die gleiche Antwort aus Aarau. Die Bemühungen der Gemeinderäte, den Radweg mit einer LED-Beleuchtung auszustatten, ist jetzt gescheitert. «Wir haben einen Antrag für eine LED-Beleuchtung für den Radweg beim Kanton gestellt», sagte die Künter Gemeinderätin Seraina Siragna. Sie informierte darüber unter dem Traktandum «Verschiedenes» an der Sommer-Gmeind. Die Begründung des Negativentscheids vom Kanton: Eine Beleuchtung des Radwegs ist nicht zonenkonform. Konkret: Entlang von Waldrändern werde grundsätzlich keine Bewilligung erteilt – Natur und Wildtiere dürften nicht gestört werden, zudem wolle man keine zunehmende Lichtverschmutzung. Eine Beleuchtung sei nicht verhältnismässig.
Eltern sorgen sich um Kinder
Seit Jahren sorgen sich in Künten und Stetten Eltern in den dunklen Jahreszeiten um ihre Kinder, wenn sie mit dem Velo zur Schule müssen. An der letzten Winter-Gmeind fasste der Gemeinderat von einer besorgten Mutter den Auftrag, abzuklären, ob die Gemeinde eine Beleuchtung für den Veloweg installieren könne. Ihr Votum damals lautete, der Weg in der Dunkelheit und in Waldesnähe sei ohne Beleuchtung des Weges zu gefährlich. Doch auch beim erneuten Anlauf sind die Bemühungen des Künter Gemeinderats, den Radweg doch noch mit einer LED-Beleuchtung auszustatten, gescheitert. Die Kinder werden weiterhin in den Wintermonaten in der Dunkelheit zur Schule fahren müssen. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt bleibt auch nach über einem Jahrzehnt unnachgiebig. Radwegbeleuchtungen im Ausserortsbereich verbessere zudem die Sicherheit nicht. Vielmehr sollten Velos den Verkehrsvorschriften entsprechend für die Dunkelheit mit einer Beleuchtung ausgerüstet sein.
Die Schulwegsicherheit begleitet die Gemeinde Künten einige Jahre, ein Konzept wurde verabschiedet. Dieses ist online auf der Gemeindehomepage ersichtlich. Einige Massnahmen wurden bereits umgesetzt. Zum Beispiel wurde die Leitlinie im Dorf auf der Kantonsstrasse entfernt. Auf der Bellikonerstrasse wurden testweise Pfosten aufgestellt. «Der Gemeinderat ist noch nicht sicher, ob diese so bleiben» so Seraina Siragna. «Bis jetzt mussten wir erst einen wieder aufstellen.» Weiter sei der Gemeinderat daran, zusammen mit einem Verkehrsplaner bei der «Chäsi-Zone» zu schauen, wo die eine Tempo-20-Zone beginnen und wo sie aufhören soll. Ins Auge gefasst habe der Gemeinderat den Knoten Kirche. Verschiedene Möglichkeiten würden zurzeit mit einem Ingenieurbüro geprüft, um die Kreuzung zu entschärfen oder zu optimieren. «Wir werden darüber informieren, was als gute Lösung erachtet wird», so Seraina Siragna. Im Gried werde es erst zu Verbesserung kommen, wenn das Bushalteprojekt vom Kanton umgesetzt sei. Beim Fahrbachweg rund um das Taracell-Gelände müsse nach Abschluss der aktuellen Bautätigkeit die Verkehrssicherheit angeschaut, die im Schulwegsicherheitskonzept angedachten Massnahmen überprüft und anschliessend umgesetzt werden.
Debora Gattlen