Birmenstorf: Am Freitag und Samstag fand das 13. Rääbhüslifäscht statt, manche feierten die ganze Nacht
Das Rääbhüslifäscht findet alle zwei Jahre statt. 3000 Besuchende von nah und fern pilgerten in den Birmenstorfer Rebberg. Sie genossen ...
Birmenstorf: Am Freitag und Samstag fand das 13. Rääbhüslifäscht statt, manche feierten die ganze Nacht
Das Rääbhüslifäscht findet alle zwei Jahre statt. 3000 Besuchende von nah und fern pilgerten in den Birmenstorfer Rebberg. Sie genossen die Kochkünste und den Wein der Winzerinnen und Winzer.
Wer bei der Hitze nicht den Aufstieg durch den Rebberg zu Fuss bewältigen wollte, konnte von der Mehrzweckhalle den Shuttlebus bis zum obersten Rand des Birmenstorfer Rebbergs nehmen. Von dort offenbarte sich nicht nur eine atemberaubende Aussicht über den Rebberg und das Eigenamt, sondern für 10 Franken konnte auch ein Glas im praktischen Umhängetäschli erworben werden. Im Preis inbegriffen war die Degustation der Weine. Und dann ging es für alle Besuchende des Rääbhüslifäschts zu Fuss auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch den Weinberg. Anhand eines Plans, konnte man sich einen Überblick darüber verschaffen, was die 19 Winzerinnen und Winzer in ihren 22 Räbhüsli anboten. Als Auftakt kehrte Familie Seiler aus Tägerig im obersten Räbhüsli, Nr. 19, bei Winzer Philipp Uehlinger ein. «Wir kommen immer, wenn es zeitlich passt», sagten sie. «Beim Anlass kann man die Natur, die Aussicht und das Ambiente geniessen.» Ihr Tipp: Immer für alle nur eine Portion bestellen, dann könne man mehr probieren. Unter anderem waren Fischspiesschen, Ghackets und Hörnli, Paella, Pizza oder «Coq au Vin» im Angebot.
3000 Besuchende waren am Fest
Legendär am Fest sind die Kutteln beim Winzerehepaar Yvonne Rymann Schmid und Herbert Schmid. 30 Kilogramm wurden auch dieses Jahr nach einem alten Rezept von Rymanns Vater gekocht. «Speziell ist, dass beim Rääbhüslifäscht Wein degustiert werden kann, der gleich daneben wächst», sagt Herbert Schmid, Winzer und Co-Präsident der Weinbaugenossenschaft. OK-Präsident Marcel Jäckle sagte: «Das Rääbhüslifäscht 2026 war wieder sehr beliebt. Trotz der extremen Hitze waren 3000 Besuchende von nah und fern vor Ort, die Rääbhüsli waren vor allem am Abend voll besetzt und die Besuchenden blieben bis in die Morgenstunden.» Bereits in dritter Generation bauen Claudia und Stefan Zehnder Wein in ihrem Rebberg an. «Das Rääbhüslifäscht ist ein 24-Stunden-Job. Bei uns sind die letzten Gäste um 5 Uhr nach Hause gegangen», sagte Stefan Zehnder.
Debora Gattlen