Zum Artikel über die Entwicklung der Zentrumszone mit dem Titel «Jetzt redet das Gewerbe der Altstadt», Ausgabe vom 9. Oktober:
«Si mir mol ehrlich» wird gesungen. Eben, Hand aufs Herz: Wieviele von uns gehen den grossen Lebensmittel einkauf zu Fuss beim Coop ...
Zum Artikel über die Entwicklung der Zentrumszone mit dem Titel «Jetzt redet das Gewerbe der Altstadt», Ausgabe vom 9. Oktober:
«Si mir mol ehrlich» wird gesungen. Eben, Hand aufs Herz: Wieviele von uns gehen den grossen Lebensmittel einkauf zu Fuss beim Coop erledigen? Ich bin schon des öftern zu Fuss da hingegangen, um mich zu bewegen und habe eine Kleinigkeit eingekauft, weil ich gerade da war. Die grossen Fussgängerströme habe ich auf dem Weg dahin nicht erlebt, dafür um so grössere Autoströme, insbesondere gegen das Wochenende hin. Ob das nun gut ist oder nicht, sei dahingestellt, jedenfalls ist das Status quo. Die Hoffnung, dass die Coop-Kunden nun anschliessend zu Fuss mit schweren Taschen noch in die Altstadt gehen oder vor dem grossen Einkauf ebenda flanieren scheint mir doch etwas gewagt. Natürlich wünsche ich mir auch eine belebte Altstadt. Natürlich wünsche ich dem Gewerbe ebenda viel Erfolg. Nur, sich auf die Besucherströme vom Coop abstützen zu wollen, funktioniert heute schon nicht. Die Autofahrer gehen zum Coop, packen ein und fahren wieder nach Hause. Zum Flanieren in der Altstadt lädt ein, wenn es da etwas zu erleben gibt oder besonderes zu sehen und kaufen gibt. First Friday war ein super Beispiel. Jazz Sessions am Montag waren voll besetzt. Der Coop zieht, unabhängig von der Distanz zur Altstadt nur äusserst wenige zum Flanieren ins Herzen von Mellingen. Eigene Innovation müsste da mehr Erfolg haben. Damit will ich nicht behaupten, dass das einfach wäre. Aber sich auf andere verlassen, wird kaum funktionieren.
Stefan Florjanˇciˇc, Mellingen