Künten: Mit einem kreativen Konzept blickte der Musikverein Künten hinter die Fassade eines fiktiven Hauses
Der Musikverein Künten präsentierte sein Jahreskonzert und nahm das Publikum mit auf einen unterhaltsamen und überraschenden Rundgang durch das ...
Künten: Mit einem kreativen Konzept blickte der Musikverein Künten hinter die Fassade eines fiktiven Hauses
Der Musikverein Künten präsentierte sein Jahreskonzert und nahm das Publikum mit auf einen unterhaltsamen und überraschenden Rundgang durch das Leben im fiktiven Haus «Musigmattweg 34b».
Die Mehrzweckhalle Künten hatte sich am Wochenende an zwei ausverkauften Abenden in ein klangvolles Mehrfamilienhaus verwandelt, in dem sich unter dem Titel «Musigmattweg 34b» hinter jeder Tür eine neue musikalische Szene verbarg. Unter der Leitung von Dirigent Stefan Märki führte die Brass Band ihr Publikum durch ein abwechslungsreiches Programm, das ebenso humorvoll wie emotional inszeniert war.
Mit «Our House» (Madness) wurde der Abend eröffnet und gleichzeitig die Tür zum fiktiven Haus am «Musigmattweg 34b» aufgestossen.
Der Blick hinter die Fassade
Was folgte, war ein musikalischer Streifzug durch den Alltag seiner imaginären Bewohnerinnen und Bewohner. Ob energiegeladen wie in «Training Montage», verspielt wie im «Duet for two Cats» oder nostalgisch bei «Living next Door to Alice» (Smokie). Jedes Stück erzählte seine eigene kleine Geschichte und liess das Publikum schmunzeln oder mitfühlen. Auch ruhigere und träumerische Momente fanden ihren Platz im Programm, etwa mit «Starlight» (Peter Meechan) oder «Dream catchers» (Paul Lovatt-Cooper), bevor das Konzert in eine wohlverdiente Pause überging. Diese wurde nicht nur von den Musikantinnen und Musikanten, sondern auch kulinarisch genutzt.
«Drumherum» gehört zum Konzept
Bereits vor dem Konzert hatte das Küchenteam rund um «Pöstli»-Wirt Jürg Portmann die Gäste mit einem «Künten Session Menu» verwöhnt. Das diesjährige Menu: Spargelcrèmesuppe als Vorspeise, danach Tessinerbraten mit Parmesanrisotto und Rüebli. In der Pause und nach dem Konzert lockten zudem ein reichhaltiges Kuchenbuffet, Snacks, eine Tombola mit vielen Preisen sowie die MVK-Bar.
Der zweite Konzertteil knüpfte nahtlos an die erzählerische Idee an. Mit Stücken wie «Make you Feel my Love» (Adele), «De Seppl» oder «We Love Cha Cha Cha» (Christoph Walter) zeigte der Musikverein seine stilistische Vielfalt und Spielfreude. Spätestens bei «Brass Machine» und «Celebration» (Cool & the Gang) war die mitreissende Energie im ganzen Saal spürbar. Das Publikum zeigte sich begeistert und liess die Musikantinnen und Musikanten nicht ohne zwei Zugaben von der Bühne. Mit «Respect» und dem feierlichen «Glorifico Aeternum» setzte die Brass Band einen eindrücklichen Schlusspunkt unter zwei gelungene Konzertabende.
Seit seiner Gründung im Jahr 1889 prägt der Musikverein das kulturelle Leben im Dorf entscheidend mit. Auch mit diesem Jahreskonzert bewies er, wie gekonnt er Tradition und Moderne verbindet und seinem Publikum ein unterhaltsames, qualitativ hochstehendes Konzerterlebnis bot.
Isabel Steiner Peterhans