Birmenstorf: Das Show- und Unterhaltungskonzert begeisterte mit dem Motto «Ahoi ihr Piraten! Volle Fahrt voraus – mit Blech und Kanonen»
Als Piraten-Crew enterten die Musikerinnen und Musiker der «Brass Band Musikverein Birmenstorf» und der ...
Birmenstorf: Das Show- und Unterhaltungskonzert begeisterte mit dem Motto «Ahoi ihr Piraten! Volle Fahrt voraus – mit Blech und Kanonen»
Als Piraten-Crew enterten die Musikerinnen und Musiker der «Brass Band Musikverein Birmenstorf» und der «Stadtmusik Mellingen» am Samstagabend die Bühne. Bei ihrem Jahreskonzert nahmen sie das Publikum mit auf eine spannende Suche nach dem legendären Goldschatz.
Es war eine Mischung aus Piraten-Hörspiel, Musikkonzert und Theateraufführung. «Treffen sich zwei Piraten in einer Hafenkneipe», so könnte ein Witz losgehen – oder eine Abenteuer-Geschichte, die bis auf den Grund des Meeres und zum Jungbrunnen der ewigen Jugend führt. Letzteres traf auf das aufregende Abendprogramm des Musikvereins Birmenstorf und der Stadtmusik Mellingen zu, die bereits im fünften Jahr zusammenspannen. In Dialogen, die über Lautsprecher abgespielt wurden, erzählten zwei Seebären von ihren Abenteuern, während diese auf der Bühne der MZH szenisch dargestellt wurden. «Ruhm und Reichtum bis zum Verblöden» hatte ihnen «Käptn Hinkebein» auf der Suche nach dem Goldschatz versprochen – und natürlich jede Menge Rum. Stürme, Säbelgefechte und Seeungeheuer durften da nicht fehlen. Sie dienten als Überleitung zu den vielfältigen Musikstücken, wie zum Beispiel «Fanfare for a new Age» von Goff Richards oder neu arrangierten Hits wie «Something Stupid» von Carson Parks – gekonnt im Cornet-Duett von Thomas Zehnder und Nele Schneider vorgetragen – oder Freddie Mercurys «Bring back that Leroy Brown». Selbst die Überleitung zu Mani Matters «Die Strass, won i drann wone» gelang. Nach einem grossen Sturm erinnern sich die Piraten wehmütig an ihre Heimat – um nach der Pause in einen Jungbrunnen zu fallen und als «Mini Brass» wieder aufzuerstehen. Die jungen Musikerinnen und Musiker gaben ein kurzes, aber vielbejubeltes Intermezzo. Inklusive einer einfallsreichen Percussion-Session, bei der der Rhythmus nur an Flaschen und Tellern angeschlagen wurde. Auch die erwachsenen Tambouren trommelten sich in die Herzen des Publikums. Das gesamte Programm, an dem seit Januar geprobt wurde, zeugte von Einfallsreichtum und Können. Von diesem dürfen sich Interessierte das nächste Mal Ende Juni am Musiktag in Egerkingen oder beim Sommerkonzert in Mellingen am Mittwoch, 1. Juli, überzeugen.
Michael Lux