Am 28. März kann die Bevölkerung einen Beitrag zur ökologischen Aufwertung der Gemeinde leisten
Niederwil und Nesselnbach feiern dieses Jahr ein Jubiläum. 125 Jahre sind die beiden Dörfer vereint. Als symbolischer Akt werden beim Veloweg zwischen den Dörfern ...
Am 28. März kann die Bevölkerung einen Beitrag zur ökologischen Aufwertung der Gemeinde leisten
Niederwil und Nesselnbach feiern dieses Jahr ein Jubiläum. 125 Jahre sind die beiden Dörfer vereint. Als symbolischer Akt werden beim Veloweg zwischen den Dörfern Bäume und Sträucher gepflanzt.
Die Aufwertung des Radwegs soll symbolisch aufzeigen, wie gut die beiden Dörfer heute miteinander harmonieren. Das war nicht immer so. Am Neujahrsapéro war die Fusion von Niederwil und Nesselnbach bereits ein Thema. Gemeindeammann Norbert Ender verriet, dass es sich vor 125 Jahren um keine Liebesheirat handelte, vielmehr sprach der Grosse Rat damals ein Machtwort.
Heute sieht das anders aus, die Wogen sind geglättet. Das Jubiläum wird denn auch gross am 31. Juli mit einem Dorffest gefeiert. Doch bis es soweit ist, wird ein symbolischer Akt den Zusammenschluss bekräftigen. Am Mitmachtag können Bewohnerinnen und Bewohner aus Niederwil und Nesselnbach gemeinsam einen Teil des Velowegs zwischen den Dörfern bepflanzen. Mit von der Partie ist auch der neue Ehrenschränzer Rolf Mettier. Er erhielt bei der fasnächtlichen Machtübergabe vom Gemeinderat die Aufgabe, während der Pflanzaktion für Speis und Trank sowie für Unterhaltung der Kinder zu sorgen.
Bäume und Sträucher für Radweg
«Der seit 23 Jahren bestehende Radweg wird als Schulweg und auch als Spazierweg genutzt», führt Gemeinderat Lukas Vock aus. Der Weg sei daher stark frequentiert. Während den Sommermonaten verwandle sich der asphaltierte Radweg wegen fehlender Beschattung jeweils in einen Glutofen. Nun wird auf das Jubiläum hin Abhilfe geschaffen. Künftig werden 15 Bäume den Radweg säumen. «Zurzeit wird geprüft, welche Baumsorten sich am besten eignen und wer sie einpflanzen wird», sagt Vock. Voraussichtlich wird diese Arbeit der Werkdienst übernehmen. Von der Baumpflanzung waren nicht alle Niederwilerinnen und Niederwiler begeistert. Im Vorfeld war zu hören, dass die Bäume und das Laub die Unfallgefahr erhöhen.
Viele helfende Hände sind gefragt
Der Gemeinderat hofft, dass viele am Mitmachtag vorbeikommen und so einen nachhaltigen Beitrag für das Dorf leisten. Gemeinsam mit dem Forstbetrieb Reusstal können heimische Sträucher auf der gemeindeeigenen Parzelle unterhalb des Radwegs gepflanzt werden.
Der Grünstreifen zwischen Radweg und Strasse ist ebenfalls im Besitz der Gemeinde. Bereits nach der Fertigstellung des Radwegs wurde dort eine Wildblumenwiese angesät. Durch zu häufiges Mähen in den letzten Jahren nahm die Vielfalt an Blumen stetig ab. Seit letztem Jahr wird weniger gemäht, damit die Blumen wieder versamen. «Es ist wichtig, dass nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die öffentliche Hand einen ökologischen Beitrag leistet», führt Vock aus. «Das kann auf kleinen Flächen umgesetzt werden. Dadurch entstehen ökologisch wertvolle Inseln im Dorf.» Die Bepflanzung am Radweg ist ein erster Schritt dazu. In einem zweiten Schritt ist auf dem Schulhausareal geplant, 25 neue Bäume als Schattenspender zu pflanzen.
Und auch beim geplanten Gemeindehaus sollen Bäume gepflanzt werden.
Plattform lädt zum Verweilen ein
Nebst der Bepflanzung sind weitere Aufwertungsmassnahmen beim Veloweg geplant. «Ausgangs Dorf wird eine Plattform aus Holz errichtet und eine Sitzbank darauf platziert», verrät Vock. Lernende der Berufsschule planen und bauen diese im Herbst im Rahmen einer Projektarbeit.
Nebst der Sitzbank auf der Plattform werden zusätzlich zwei weitere Sitzbänke entlang des Radwegs platziert. So kann künftig eine Rast eingelegt und der Blick Richtung Gnadenthal und dem Heitersberg genossen werden.
Debora Gattlen