Birmenstorf: Die Stadtpolizei Baden besuchte die Kindergärten, um über Verkehrsprävention zu reden. Geübt wurde drinnen und draussen
Die Stadtpolizei ging im neuen Schuljahr auch bei den Kindergärten in Birmenstorf vorbei. 67 Kindergartenkinder erhielten ...
Birmenstorf: Die Stadtpolizei Baden besuchte die Kindergärten, um über Verkehrsprävention zu reden. Geübt wurde drinnen und draussen
Die Stadtpolizei ging im neuen Schuljahr auch bei den Kindergärten in Birmenstorf vorbei. 67 Kindergartenkinder erhielten kurzweiligen Unterricht in Verkehrsprävention.
Kinder sollen möglichst selbständig ihren Schulweg in Angriff nehmen. Die Stadtpolizei Baden (Stapo) ist dafür von August bis Oktober in neun Standortgemeinden unterwegs. Sämtliche Schülerinnen und Schüler von 70 Kindergärten werden in dieser Zeit von Verkehrsinstruktoren unterrichtet. In Birmenstorf waren im September Verkehrsinstruktor Markus Gilgen und Verkehrsinstruktorin Tamara Schatzmann vor Ort. In drei Kindergärten zeigten die Verkehrsinstruktoren 67 Kindern, wie sie sicher ihren Schulweg meistern und Strassen richtig queren.
Marionette zeigt es den Kindern vor
Der Unterrichtet fand während einer Doppellektion statt. Ein Drittel der Zeit wurde verwendet, um den Kindergartenkindern die Strasse, das Trottoir, das «Kindertrottoir» (weit weg von der Strasse) und den Fussgängerstreifen zu erklären. Dabei wurde vor allem auch das Überqueren der Strasse mit und ohne Fussgängerstreifen spielerisch geübt. Ein Highlight bei den Kindern war wie immer die Marionette Tobi, die seit Jahrzehnten im Einsatz ist. Tobi zeigte den Kindern im Schulzimmer auf einem Spielteppich das richtige Überqueren der Strasse. Zwei Drittel der Zeit wurde für den praktischen Teil verwendet. Im Dorf übten die Kindergartenkinder, wie sie zu Fuss sicher unterwegs sind. Strassen mit und ohne Fussgängerstreifen wurden überquert. Das «Warte», «Luege», «Lose» und erst dann «Laufe», wenn das Fahrzeug stillsteht oder kein weiteres zufährt, wurde durch praktisches Üben zusammen mit dem Verkehrsinstruktor verinnerlicht. Dabei wurden zuerst in der Gruppe und nachher einzeln Quartier- und Hauptstrassen gequert. Nach dem Unterricht erhielt jedes Kind einen Orden mit der Aufschrift: «Ich gehe zu Fuss! – Ich kann das».
Üben bringt mehr Sicherheit
Das oberste Ziel der Verkehrsinstruktion ist, dass die Kinder wissen, wie man im Strassenverkehr zu Fuss sicher unterwegs ist. Dafür wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Zudem erfahren Kinder, dass der Kontakt zur Polizei positiv ist. Markus Gilgen richtet einen Appell an alle Verkehrsteilnehmenden: «Kindergartenkinder können weder Distanz noch eine Geschwindigkeit einschätzen. Darum ist es umso wichtiger, dass die Fahrzeuglenkenden ganz an den Fussgängerstreifen heranfahren und anhalten.»
Eltern und Erziehungsberechtigten legt Markus Gilgen ans Herz, den Kindergartenweg mit den Kindern zu Fuss zu gehen. Wichtig sei: Üben – Üben – Üben. Denn nur durch stetiges Üben könne das Kind lernen, immer sicherer unterwegs zu sein. Das Ziel soll sein, dass das Kind mit der Zeit den Weg allein gehen kann. Was bereits Schulen Eltern ans Herz legen, Kinder nicht zur Schule zu fahren, ist daher auch aus Sicht der Kinder gut. «Elterntaxis» schaden dem Kind, das gefahren wird. Es verpasst das Abenteuer Schulweg. Zudem verursachen Elterntaxis auch Gefahren für jene, welche zu Fuss unterwegs sind, so Gilgen.
Ebenso wichtig sei, die Hand des Kindes mehr und mehr beim Üben loszulassen. Nur so kann das Kind selber entscheiden, wann es die Strasse überqueren kann.
Debora Gattlen