Niederwil: Baumpflanzaktion auf dem Schulareal. Die Bäume sollen künftig für Schattenplätze im Sommer sorgen
Bereits im Sommer wurden Bäume entlang des Radwegs gepflanzt. Nun folgen 27 Bäume auf dem Schulareal. Die Gemeinde setzt damit ein Zeichen ...
Niederwil: Baumpflanzaktion auf dem Schulareal. Die Bäume sollen künftig für Schattenplätze im Sommer sorgen
Bereits im Sommer wurden Bäume entlang des Radwegs gepflanzt. Nun folgen 27 Bäume auf dem Schulareal. Die Gemeinde setzt damit ein Zeichen gegen die Klimaerwärmung.
Kinder schauten am Dienstagmorgen vor Schulbeginn gespannt zu, als der Technische Dienst und Mitglieder der Landwirtschaftskommission in der Rabatte vor der Mehrzweckhalle ein grosses Loch schaufeln. «Was macht ihr», fragten sie neugierig. Die Antwort folgt kurz darauf, als eine circa drei Meter hohe Eiche in das Pflanzloch eingepflanzt wird. Der Baum wird dort künftig in den immer wärmer werdenden Sommern für mehr Schatten auf dem Pausenplatz sorgen. «Leider können wir auf dem Pausenplatz keine Bäume pflanzen, da sich darunter die Zivilschutzanlage befindet», führt Gemeinderat Lukas Vock bei der Pflanzaktion aus. Vock ist im Gemeinderat zuständig für das Ressort Nachhaltigkeit. «Bisher wurde der Fokus im Nachhaltigkeitskonzept der Gemeinde mehr auf nachhaltige Energie gelegt. Die Begrünung wurde bisher eher stiefmütterlich behandelt», sagt er. «Ich habe mit der Baumpflanzaktion nun umgesetzt, was sich die Bevölkerung seit längerer Zeit wünschte. Ein Teil erfolgte bereits vor dem Sommer. Der Technische Dienst pflanzte Bäume beim Radweg zwischen Niederwil und Nesselnbach als künftige Schattenspender. Nun folgt der zweite Teil.
Drei Bäume mehr erhalten
Die gute Nachricht. Die Pflanzaktion Bäume bleibt im Rahmen des Budgets, obwohl ein Drittel weniger Mittel zur Verfügung steht. Dies, weil der Technische Dienst den Aushub und die Pflanzung der Bäume selbst vornimmt.
Er kümmert sich auch um deren Unterhalt. Alle 27 gelieferten Bäume wurden am Montag und Dienstag auf dem Schulgelände, entlang des Sportplatzes und auf der Parzelle des ehemaligen Kindergartens Riedmatte eingepflanzt. «Für die Platzierung der Bäume habe ich mit den betroffenen Vereinen eine Begehung gemacht», führt Lukas Vock aus. Es habe im Vorfeld Bedenken gegeben, dass es durch die Baumpflanzung weniger Platz auf dem Sportplatz gebe. «Bei der Begehung sagte ich, dass Schülerinnen und Schüler, Vereine und Publikum künftig von den Bäumen als Schattenspender profitieren werden», führt Vock aus. Das Argument führte dazu, dass am Ende der Begehung der Wunsch geäussert wurde, noch mehr Bäume zu pflanzen. «Wir haben uns ausgetauscht, Kompromisse gefunden und so eine für alle zufrieden stellende Lösung für die Pflanzaktion gefunden», zeigt sich Lukas Vock erfreut. Als Kompromiss wurden im oberen Bereich der Sportanlage die Bäume entlang des Isenbühlwegs gepflanzt. Das nach dem Motto der Baumpflanzaktion: Hast du einen Raum, pflanze einen Baum.
Einheimische Bäume gepflanzt
Bei der Auswahl der Bäume half die Tochter von Lukas Vock tatkräftig mit. «Sie ist Obergärtnerin und hat daher ein geschultes Auge», so Vock. Die ausgewählten Bäume wurden in der Baumschule reserviert und nun geliefert. «Es handelt sich um eine gute Mischung einheimischer Bäume, wie Eichen, Linden, Hainbuchen, Rosskastanie und Baumhasel», führt Vock aus. «Sie sind nicht nur künftige Schattenspender, sondern auch wertvoll für die Natur. Das Schulgelände wird durch die Baumpflanzung aufgewertet.» So wurden auch beim Schulgarten zusätzlich ein Apfel- und Birnbaum gepflanzt. «So können Schülerinnen und Schüler zusätzlich Früchte ernten», so Vock. «Alle anderen Bäume wurden dort eingepflanzt, wo sie vorgesehen waren.» Die letzten drei Bäume wurden als Krönung beim neu gestalteten Spielplatz Kindergarten Leematten eingepflanzt.
Debora Gattlen