Rückblick auf die Fussball-Saison: Stephan Zlotorowicz, Trainer beim Drittligisten FC Mellingen
Mellingen blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück. Kurzfristig war sogar der Aufstieg ein Thema.
◆ Stephan Zlotorowicz, hätten Sie sich ...
Rückblick auf die Fussball-Saison: Stephan Zlotorowicz, Trainer beim Drittligisten FC Mellingen
Mellingen blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück. Kurzfristig war sogar der Aufstieg ein Thema.
◆ Stephan Zlotorowicz, hätten Sie sich träumen lassen, dass das Thema Abstieg so schnell keines mehr sein wird, als Sie die Mannschaft übernommen haben?
Nein, sicher nicht nach so kurzer Zeit. Ich war mir aber schon nach einigen Trainingseinheiten sicher, dass die Mannschaft das Potenzial hat, sich im Mittelfeld zu etablieren. Dass es dann so gut lief, hätte wohl keiner gedacht.
◆ Eine Zeit lang schien Mellingen schier unschlagbar. Was haben Sie und die Mannschaft dermassen richtig gemacht?
Eigentlich nichts Spezielles. Wir haben hart gearbeitet, hatten kaum Absenzen und dann natürlich auch das nötige Wettkampfglück gehabt.
◆ Was ist im Moment stärker, der Ärger über den Nicht-Aufstieg oder der Stolz aufs Erreichte?
Absolut der Stolz auf das sportlich Erreichte – aber auch darauf, wie sich die Spieler und das Team weiterentwickelt haben. Wenn uns vor der Saison jemand den vierten Platz prognostiziert hätte, hätten wir wohl alle unterschrieben.
◆ Welches war der schönste Moment der Saison, und welchen würden Sie am liebsten vergessen?
Schöne Momente gab es sehr viele, einer davon war sicherlich der Last-Minute-Sieg gegen Turgi in Unterzahl, als das Team unendlich viel Leidenschaft und Teamgeist gezeigt hatte. Vergessen oder besser gesagt rückgängig machen würde ich gerne die schwere Verletzung von Pascal Gisi in Frick. Sportlich gehört sicher die Niederlage im Heimspiel gegen Tägerig zu den Tiefpunkten.
◆ Ist bzw. bleibt der Aufstieg nächste Saison ein Thema?
Wir werden natürlich jetzt an dieser Saison gemessen, und die vergangenen Leistungen und Resultate sind auch der Massstab für die neue Saison, wobei wir vom eingeschlagenen Weg nicht abweichen werden. Wir sind sicherlich nicht mehr der «Underdog» und wir werden sehen, wie wir als Team mit dieser neuen Rolle umgehen können. Es ist aktuell sicherlich noch zu früh, um über die Saisonziele zu sprechen, aber wir wollen sicherlich den nächsten Schritt in der Entwicklung der Mannschaft machen.
◆ Woran möchten Sie den Sommer über vor allem arbeiten mit der Mannschaft?
Trotz der kurzen Sommerpause steht, zum Leidwesen der Spieler, sicherlich wieder viel physische Arbeit an, aber wir müssen uns auch taktisch und spielerisch weiterentwickeln und aus den Fehlern der vergangenen Saison lernen.
◆ Wissen Sie schon, ob es Wechsel geben wird?
Es wird sicherlich kleinere Veränderungen geben, wobei vom aktuellen Kader bereits knapp 20 Spieler für die neue Saison zugesagt haben, was sehr erfreulich ist und uns auch eine gewisse Stabilität geben wird. Aktuell sind wir in Gesprächen mit diversen Spielern, sowohl mit eigenen bzw. ehemaligen Junioren als auch mit externen Spielern. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das Team unseren Wünschen entsprechend verstärken können.
Susanne Loacker