Im Testspiel unterliegt 3.-Ligist FC Niederwil dem 2.-Ligisten FC Spreitenbach mit 2:4
Gegen den 2.-Ligisten Spreitenbach kämpfte Niederwil beherzt und musste sich nicht verstecken.
Es war kein gemächlicher Start in die Rückrunden-Vorbereitung: Seit dem ...
Im Testspiel unterliegt 3.-Ligist FC Niederwil dem 2.-Ligisten FC Spreitenbach mit 2:4
Gegen den 2.-Ligisten Spreitenbach kämpfte Niederwil beherzt und musste sich nicht verstecken.
Es war kein gemächlicher Start in die Rückrunden-Vorbereitung: Seit dem 15. Januar trainiert der FC Niederwil wieder, einmal pro Woche darf das Team einen Kunstrasenplatz nutzen. Das erste Trainingsspiel, das am Samstag auf dem Kunstrasen von Wohlen stattfand, war eine happige Affiche, es ging gegen den 2.-Ligisten Spreitenbach. «Wir hatten keine Ahnung, was da auf uns zukommen würde», sagte Trainer Luigi Saporito nach dem Match. «Wir haben eine völlig neue, sehr junge Verteidigung. Deshalb war es für uns wichtig, nicht zu sehr auf den Gegner zu schauen, sondern wirklich auf uns.»
Natürlich hat der FC Spreitenbach Einzelspieler, die denen des FC Niederwil im Zweikampf überlegen sind. Doch als Mannschaft hinterliess Saporitos Team nach anfänglichen Unsicherheiten einen wirklich guten Eindruck. Nachdem Spreitenbach in kurzer Folge aus zwei Standard-Situationen zwei Treffer hatte erzielen können, gelang Oliver Stutz in der 22. Minute der Anschlusstreffer. Für einige Minuten kippte das Momentum nun auf die Seite der Niederwiler, sie spielten selbstbewusst und mindestens auf Augenhöhe mit dem 2.-Ligisten. Doch noch vor der Pause konnte Spreitenbach auf 3:1 erhöhen, was Niederwil offenbar wieder ein wenig die Motivation nahm.
Nach der Pause kam das Team aus Niederwil, dem einige Schlüsselspieler fehlten, das sich aber um Sven Di Feo (ex Othmarsingen) verstärkt hat, motiviert aufs Feld. Als Mikko Timo Dornbusch in der 70. einen Penalty zum 2:3 versenkte, keimte Hoffnung auf. Diese steigerte sich sogar noch, als der Spreitenbacher Arnis Mustafa acht Minuten später mit Rot vom Platz musste. Dennoch gelang es seiner Mannschaft, in der 86. Minute mit dem 4:2 alles klarzumachen.
Ein Risiko, aber ein kalkulierbares
Ein Trainingsspiel gegen einen höher klassierten Gegner birgt immer ein Risiko: Es kann motivieren – oder demotivieren. Im Fall des Spiels vom Samstag zieht Luigi Saporito ein positives Fazit: «Natürlich braucht es Zeit und Geduld, junge Spieler zu integrieren. Das Ziel ist eine ausgewogene Kombination von jungen und erfahrenen Spielern.» Für Niederwil, so der Trainer, gelte es nun, bis zum Rückrundenstart am Montag, 23. März, zu Hause gegen Villmergen noch an der Kondition zu arbeiten und sich zuvor in weiteren Trainingsspielen den letzten Schliff in Sachen Abstimmung zu holen. Denn etwas ist nach wie vor klar beim FC Niederwil: «Wir leben vom Kollektiv.» (sl)