«Wir mussten massiv Getränke nachliefern»
12.06.2026 FislisbachFislisbach: Nach dem grossen Dorffest wurde aufgeräumt. Das OK ist sehr zufrieden, erlebte eine Win-win-Situation und hofft auf schwarze Zahlen
Fünf Tage lang war die Schulanlage Leematten eine grosse Festmeile. Das OK um Andreas Sommer und Tanja Lepri zieht eine ...
Fislisbach: Nach dem grossen Dorffest wurde aufgeräumt. Das OK ist sehr zufrieden, erlebte eine Win-win-Situation und hofft auf schwarze Zahlen
Fünf Tage lang war die Schulanlage Leematten eine grosse Festmeile. Das OK um Andreas Sommer und Tanja Lepri zieht eine positive Bilanz.
Es war ein Hammerfest», fasste Tanja Lepri am Montagmorgen die vergangenen fünf Tage zusammen. Gemeinsam mit dem ehemaligen Gemeinderat Andreas Sommer teilte sie sich das Co-Präsidium des 16-köpfigen Organisationskomitees, das nach 17 Jahren erstmals wieder ein grosses Dorffest in Fislisbach organisiert hatte. «Sehr, sehr cool» sei es gewesen, meinte sie. Sie hätten so viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten. Nicht nur die Fislisbacherinnen und Fislisbacher seien gekommen, die Autokennzeichen auf dem Parkplatz hätten klar gezeigt, dass das Fest über die Kantonsgrenzen hinweg eine Attraktion war: «Manche verlegten sogar ihre Klassenzusammenkunft auf das Dorffest.»
Überall wird abgebaut und aufgeräumt. Das grosse Festzelt auf dem Sportplatz neben der Turnhalle kann allerdings stehen bleiben, weil die Raiffeisenbank am kommenden Samstag, den 13. Juni, ihre Mitgliederversammlung dort abhält. «Eine Winwin-Situation», meinte die OK-Co-Präsidentin. «Wir bauten das Zelt auf, sie werden es nach ihrem eigenen Anlass abbauen.»
Die «Musiglaube» wird recycelt
Schönes Feedback hätten sie auch von den Vereinen erhalten. Über hundert Gruppen, Vereine und Privatpersonen aus Fislisbach trugen dazu bei, dass dieses Fest überhaupt zustande kommen konnte. Sie organisierten Spiele, zeigten Shows, bauten eine Festbeiz auf, luden Bands ein oder machten selber Musik.
Das war beispielsweise in der «Musiglaube» der Fall, die gemeinsam von der Fislisbacher Musikgesellschaft, den Theatermachern und der Firma Peterhans Schibli betrieben wurde. Am Montagmorgen waren die Mitarbeiter der Schreinerei Peterhans Schibli mit dem Rückbau beschäftigt. «Die Holzbretter werden palettisiert und in einem Jahr wiederverwendet», erklärte Michael Peterhans. Ein nachhaltiges Konzept. Denn bereits nächstes Jahr wird die «Musiglaube» an der Kleinen Badenfahrt wieder aufgebaut und 2028, in zwei Jahren, beim Kantonalen Musiktag in Baden, den die Musikgesellschaft mitorganisiert, kommt sie ebenfalls zum Einsatz. Bewusst hatte das Fislisbacher Schreinerei-Unternehmen einen Platz am Rande des Festgeländes gewählt. Denn für den Auf- und für den Abbau der «Musiglaube» mussten schwere Maschinen wie Stapler oder auch ein Kran aufgefahren werden. Der Platz an der Peripherie des Geländes sei kein Nachteil gewesen, meinte Michael Peterhans. «Hier war immer etwas los, auch weil wir jeden Tag drei bis vier Programmpunkte anbieten konnten.» Yannis Humbel & Band traten mehrmals auf, als Betreiber der «Musiglaube» auch die Musikgesellschaft selbst.
«Hoffentlich schwarze Zahlen»
Was die Finanzen betrifft, so hofft das OK, dass sie mit dem Fest schwarze Zahlen schreiben. «Noch lieber hätten wir einen Gewinn.» Falls nach Abrechnung von Zeltmieten, Wasser, Strom, Technik mit Beleuchtung und Beschallung, ein Plus in der Kasse bleibt, würde dieser Gewinn an die Vereine zurückgegeben. Denn für die-Stände am Dorffest mussten alle eine Platzgebühr und eine Umsatzabgabe entrichten.
Gerechnet hatten die Veranstalter mit 8500 Besucherinnen und Besuchern, gekommen sind rund 12 000 – und am Seniorenanlass vom Donnerstag nahmen 400 Personen teil. Das zeigten unter anderem Drohnenaufnahmen und Schätzungen mittels Künstlicher Intelligenz (KI), beispielsweise vom Samstagabend: KI habe rund 2500 Personen gezählt. «Weil aber auch die Festbeizen und das grosse Zelt voll waren, was auf der Aufnahme nicht ersichtlich ist, gehen wir von 4000 bis 5000 Leuten am Samstagabend aus», so Lepri. Nicht nur die Besucherzahlen waren hoch, es wurde auch viel getrunken: «Wir mussten massiv mehr Getränke nachliefern, als wir erwartet hatten.»
Und wie stand es um die Sicherheit auf dem Festgelände? Trotz dieser grossen Anzahl an Besucherinnen und Besucher sei das Fest insgesamt sehr friedlich verlaufen, es gab keine grösseren Vorfälle, fassen die Organisatoren zusammen.
Heidi Hess



