Am Samstag, 28. Februar, findet der Reusslauf statt. OK-Präsident des Laufes mit über 3000 Teilnehmenden ist ein Fislisbacher
Stephan Gut (61) aus Fislisbach hat die Organisation des Reusslaufs einst von seinem Schwiegervater übernommen. Auch sonst ist der Lauf eine ...
Am Samstag, 28. Februar, findet der Reusslauf statt. OK-Präsident des Laufes mit über 3000 Teilnehmenden ist ein Fislisbacher
Stephan Gut (61) aus Fislisbach hat die Organisation des Reusslaufs einst von seinem Schwiegervater übernommen. Auch sonst ist der Lauf eine familiäre Angelegenheit.
◆ Stephan Gut, wie kommt man dazu, sich über Jahre ehrenamtlich für einen Volkslauf zu engagieren?
Ins Leben gerufen hat den Reusslauf mein Schwiegervater. Als er das Amt des OK-Präsidenten abgeben wollte, habe ich übernommen. Ich hatte das Gefühl, diesen Lauf weiterentwickeln zu können.
◆ Kommen Sie selber auch aus der Lauf-Szene?
Ich habe immer viele unterschiedliche Sportarten ausgeübt. Zum Laufen kam ich durch meine Frau und eben durch meinen Schwiegervater. Inzwischen bin ich seit 38 Jahren beim Reusslauf dabei.
◆ Auf welche Aspekte des Reusslaufs sind Sie besonders stolz?
Stolz macht mich natürlich, dass wir in Bremgarten im Februar über 3000 Leute am Start haben – Tendenz steigend. Stolz macht mich auch, dass wir im OK super zusammenarbeiten und dass wir seit Jahren ein recht konstantes Team von über 100 freiwilligen Helferinnen und Helfern haben. Bei diesen Leuten, die wie das gesamte OK Jahr für Jahr ehrenamtlich arbeiten, möchte ich mich bedanken. Und stolz bin ich schliesslich auch darauf, dass wir mit allen Stakeholdern wie den Ämtern und den Anwohnern ein sehr gutes Einvernehmen haben.
◆ Was macht den Reusslauf speziell? Die Reuss natürlich. Ich denke, dass es von der Geografie her schönere Läufe gibt. Aber wir haben landschaftlich schon etwas zu bieten. Dazu kommt, dass wir trotz einer gewissen Grösse als sehr familiärer Anlass wahrgenommen werden. Zwar gibt es im Laufsport immer eine gewisse Fluktuation, aber nur schon die Tatsache, dass bei uns viele Helferinnen und Helfer schon so lange dabei sind, sorgt für Wiedersehen und dafür, dass die Sportler sich hier wohlfühlen. Ausserdem klappt die Organisation immer gut, das ist auch wichtig für den Ruf eines Anlasses.
◆ Sie haben steigende Teilnehmerzahlen. Wie erklären Sie sich das?
Der Laufsport boomt, nicht erst seit der Pandemie. Was mich besonders freut: Es kommen viele junge Läuferinnen und Läufer nach.
◆ Haben Sie in Sachen Strecke oder Kategorien Anpassungen gemacht?
Zum einen haben wir natürlich immer neue Kategorien angeboten. Der Familienlauf zum Beispiel wird immer beliebter. Und dann haben wir die Strecke des Hauptlaufs von 11 auf 10 Kilometer gekürzt, weil das halt eine Strecke ist, die für Läuferinnen und Läufer vergleichbarer ist. Auch der Halbmarathon, den wir eingeführt haben, wird immer beliebter: Letztes Jahr hatten wir auf der Halbmarathon-Strecke 400 Leute am Start. Dieses Jahr waren wir Anfang Januar schon bei über 400 Anmeldungen.
◆ Spüren Sie auch, dass die Anmeldungen kurzfristiger kommen als früher?
Ja, das ist wohl überall gleich. Ich verstehe das aber: Unser Lauf findet im Februar statt, da ist zum einen das Wetter ein Thema, zum anderen aber auch die Grippe-Saison. Ich habe Verständnis dafür, dass es Leute gibt, die den Wetterbericht abwarten, bevor sie sich anmelden.
◆ Was wünschen Sie sich für den 28. Februar für Wetter?
Ich bin einfach froh, wenn es nicht stark regnet oder gar viel schneit. Die letzten 42 Jahre hatten wir immer Glück, ich hoffe, dass das auch dieses Jahr so sein wird.
Susanne Loacker