Niederwil und Nesselnbach: Ein Wochenende lang feierten die beiden Ortsteile ihre Zusammengehörigkeit. – Es war eine helle Freude
Musik, Spiel, gutes Essen und ein Hauch Nostalgie standen auf dem Programm. – Niemand kam an diesem Fest zu kurz.
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Niederwil und Nesselnbach: Ein Wochenende lang feierten die beiden Ortsteile ihre Zusammengehörigkeit. – Es war eine helle Freude
Musik, Spiel, gutes Essen und ein Hauch Nostalgie standen auf dem Programm. – Niemand kam an diesem Fest zu kurz.
Gemeinsinn, Gemeinwohl, Gemeinschaft – das zelebrierten Niederwilerinnen und Niederwiler am Jubiläumsfest und an der Bundesfeier. Aus zwei Gemeinden wurde vor 125 Jahren eine: Der Grosse Rat des Kantons hatte für Nesselnbach und Niederwil eine Zwangsfusion angeordnet. Damals wehrten sie sich erfolglos gegen die Fusion.
125 Jahre später eröffnete Gemeindeammann Norbert Ender am Freitagabend das Fest mit den Worten: «Der Zusammenschluss war wirklich eine gute Idee! Wir wurden ein Super-Dorf!» Am vergangenen Fest-Wochenende jedenfalls redeten und lachten Nesselnbacher und Niederwilerinnen miteinander, erinnerten sich gemeinsam anhand alter Fotos, picknickten zusammen auf dem Boden, spielten miteinander im Sandkasten mit Schaufel und Schubkarre, stapelten gemeinsam einen hohen Harassenturm, waren alle begeistert vom Talent der lokalen Band Revival Riot. Sie standen vereint hinter dem Grill oder an der Bar, sassen zusammen am Tisch und genossen Hamburger, Crèpes oder Fisch-Chnuschperli bei einem Glas Wasser oder Bier.
Sie hätten heute als Menschen zusammengefunden, sagte Ammann Ender am Samstag an der Bundesfeier. «Eine Gemeinde kann man gründen. Eine Gemeinschaft muss jede Generation neu schaffen.» Dafür müssten Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, auch erkennen, dass das gemeinsame Ganze wichtiger ist als der eigene kurzfristige Vorteil. «Und das machen wir», schloss er seine Ansprache. Pius Ochs vom Musikverein Niederwil und Urs Leimgruber von den Schützen berichteten danach, wie solcher Gemeinsinn in ihren Vereinen dieses Jahr zu schönen Erfolgen an Eidgenössischen Festen geführt hatte.
Heidi Hess