Einmal mehr gab es in Mellingen ein weltbewegendes Problem zu lösen: Dasjenige der Verkehrsregelung beim Städtlisteg. Um die Sicherheit der Fussgängerinnen vor den gefährlichen Velofahrern zu gewährleisten, gilt seit dem 9. März ein allgemeines Fahrverbot ...
Einmal mehr gab es in Mellingen ein weltbewegendes Problem zu lösen: Dasjenige der Verkehrsregelung beim Städtlisteg. Um die Sicherheit der Fussgängerinnen vor den gefährlichen Velofahrern zu gewährleisten, gilt seit dem 9. März ein allgemeines Fahrverbot für Velos. Dies ist wohl die einfachste und phantasieloseste Lösung des prognostizierten Problems, welches vor allem vor Schulbeginn und nach Schulschluss besteht. Und ich behaupte, die Schülerinnen und Schüler könnten dieses Problem unter sich souverän lösen. Es sollte selbstverständlich sein, dass ein Velofahrer normal über die freie Brücke fährt und sonst Rücksicht nimmt auf die Fussgängerinnen, wie das bis anhin vermutlich meistens der Fall war. Als Stadtrat hätte ich als erstes Kindergärten und Schule beauftragt, alle Schülerinnen und Schüler spätestens am 6. März über die neue Verkehrsführung zu informieren und sie anzuhalten, auf dem Städtlisteg besonders aufeinander Rücksicht zu nehmen.
Als zweites hätte ich anstelle eines unverhältnismässigen generellen Fahrverbots beidseitig eine grosse Tafel installiert mit der Aufforderung zu gegenseitiger Rücksichtnahme. Mit einem sympathischen Piktogramm und einem Satz wie beispielsweise: «Mit Rücksicht und Toleranz kommen alle heil ans andere Ufer!»
Auf diese Weise müssten nun nicht drei Einsprachen behandelt werden, welche einen unnötigen Mehraufwand bringen. Und wenn das nicht funktionieren sollte und wiederholt Konflikte entstehen, kann man immer noch ein gut begründetes Fahrverbot einführen…
Urs Weber, Scheunengasse, Mellingen