Zur 10-Millionen-Schweiz
05.06.2026 LeserbriefeVom Höhlenbewohner zum Roboter. Dieser Gedanke wird kaum wahrgenommen. Durch den heute invasiv durchdigitalisierten Alltag, wird man Schritt für Schritt zur Akzeptanz gedrängt und «ups», schon sind wir fremd gesteuert? Für unser ökologisches Gleichgewicht ...
Vom Höhlenbewohner zum Roboter. Dieser Gedanke wird kaum wahrgenommen. Durch den heute invasiv durchdigitalisierten Alltag, wird man Schritt für Schritt zur Akzeptanz gedrängt und «ups», schon sind wir fremd gesteuert? Für unser ökologisches Gleichgewicht aber, sind invasive Tiere und Pflanzen eine reale Bedrohung, denn sie verdrängen und erdrücken unsere einheimische Vegetation. Gleichgültig zuzuschauen und abzuwarten ist in keinem Fall ratsam. Darum versucht man Eindringlinge zonenweise zurück zu drängen und einzudämmen.
Auch Immigranten kommen meist nicht, um sich anzupassen. Sie haben Wünsche und Träume und nach einiger Zeit Ansprüche. Geltende Gesetze und ihre Vorteile kennen sie besser als mancher Einheimische und fordern das Gastland dazu auf, sie ihren Vorstellungen anzupassen. Doch leben und leben lassen ist hier kein guter Ratgeber. Der Wunsch von weiteren Minaretten konnte sich nicht durchsetzen. Moscheen aber stehen bereits an verschiedenen Orten in der Schweiz. Das Kreuz im Schulzimmer wurde angegriffen. An das Kopftuch musste man sich gewöhnen. In Schulstunden wird einfachhalber Hochdeutsch gesprochen. Beim Grosskonzern Ikea und an manchen Anlässen gibs es nur noch Hotdogs mit Poulet-Wienerli. Und beim Detailhändler spricht das Verkaufspersonal untereinander in seiner eigenen Landessprache und markiert so, vielleicht auch unbeabsichtigt, Präsenz.
Schweizer Werte wie, Respekt und Anstand, Disziplin und Bescheidenheit sind plötzlich wertlos. Wir aber übernehmen kaum wahrnehmbar, dosiert fremdes Gedankengut und ziehen bei einem Hausbesuch vor dem Eintreten schon mal rücksichtsvoll die Schuhe aus. Typisch Schweizer halt. Angepasst im eigenen Land. Doch auch Gastfreundschaft sollte Grenzen ziehen dürfen. Man kann es nicht allen recht machen und sich selber aus Freundlichkeit hinten anstellen. Denn es geht hier nicht um religiöse Symbole oder einen Angriff auf Konfessionen, sondern um Notwendigkeiten, oder eben gestellte Ansprüche von eingewanderten Personen, an ein von ihnen ausgesuchtes fremdes Land, das das Recht hat, oder haben sollte, die eigenen Werte zu verteidigen und aufrecht zu erhalten, ohne dass es angegriffen wird. Das Recht eine Invasion aufzuhalten, bevor es zu spät ist. Denn es braucht keinen Krieg, um ein Land einzunehmen. Einwandern, Einbürgern, stimmberechtigt. Schon früher wurden Fremde aus der eigenen Not ums Überleben vertrieben. Einmischung von aussen in bestehende Hierarchien bedeutete Unordnung und Kontrollverlust und war auch, oder genau darum, unerwünscht.
Übrigens: Ich heisse seit meiner Heirat Stranieri, was übersetzt Ausländer oder Fremde bedeutet und lebe, zwar nicht immer diskussionslos mit vier weiteren Nationalitäten unter einem Dach.
Susanne Stranieri, Mellingen
