Es ist Halbzeit auf der ARA-Baustelle

Fr, 17. Jan. 2014

Seit Juni letzten Jahres wird die ARA Stetten zu einer regionalen Kläranlage ausgebaut. Gemäss dem mit der Projektsteuerung beauftragten Ingenieur Rolf Balz kommen die Arbeiten gut voran und befinden sich etwa bei der Halbzeit bis zur geschätzten Inbetriebnahme im Sommer dieses Jahres.

Die ARA Stetten wird unter vollem Betrieb ausgebaut und dieser Umstand bedeutet gleichzeitig die wohl grösste Herausforderung des Projektes, wie Rolf Balz vom Ingenieurbüro Balz Partner AG verdeutlicht. «Das Totalunternehmer-Team der Firmen Strabag, Techfina und Hunziker Betatech leistet sehr gute Arbeit», betont er. Unter schwierigen Bedingungen mit beengten Platzverhältnissen werde die Anlage so ausgebaut, dass sie künftig die dreifache Abwassermenge reinigen kann. Südlich des alten Beckenblocks hat man bereits die drei neuen SBR-Reaktoren erstellt, in denen künftig das Abwasser gereinigt wird. Das frühere Rechenhaus wurde ebenfalls bereits durch einen Neubau ersetzt und man hat gleichzeitig das bestehende Betriebsgebäude aufgestockt und um den Anbau zur Schlammbehandlung ergänzt.
Das angrenzende Wohnquartier Klosterfeld wird dank einer temporären Baupiste quer über das Feld weitgehend vor Verkehr geschützt.
«Grundwasser war kein Problem»
«Wir haben den witterungsmässig kritischen Teil der Bauphase grösstenteils hinter uns», ergänzt Rolf Balz, «der nun noch anstehende Einbau von Maschinen-, Elektro- und Steuertechnik könnte auch bei Schnee und Eis erfolgen, ohne dass bauliche Verzögerungen drohen.» Befürchtete mögliche Schwierigkeiten traten nicht ein. «Das Grundwasser stellte kein Problem dar», so Balz. «Die Anlage steht zum Glück etwas erhöht. Unter einem Reaktor mussten wir einen Material­ersatz durchführen, doch damit hatten wir gerechnet.» Denn, so fährt er fort: «Kläranlagen liegen, bedingt durch ihre Lage an Gewässern, eigentlich immer auf schlechtem Baugrund.»
Das Projekt befindet sich deshalb gemäss Rolf Balz im Takt des erhofften Fahrplans; der Inbetriebnahme der neuen Kläranlage des Abwasserverbandes Region Stetten in diesem Sommer sollte dementsprechend nichts im Wege stehen. Die Anlage reinigt inskünftig die Abwässer der Gemeinden Bellikon, Fischbach-Göslikon, Künten, Niederwil, Remetschwil und Stetten.
Bau der Druckleitung
Die ARAs in Künten und in Fischbach-Göslikon werden durch Pumpwerke ersetzt. Das Abwasser aus diesen Anlagen, die später zurückgebaut werden, wird mittels einer Druckleitung nach Stetten gefördert. Diese Leitung befindet sich als zweiter wesentlicher Teil des Grossprojektes derzeit ebenfalls im Bau. Diese Arbeiten werden durch die spezialisierte Firma Schenk AG durchgeführt.
Die Abwasserdruckleitung des provisorischen Pumpwerks Fischbach bis zum Pumpwerk Künten beträgt 1,3 km, die Streckenlänge von diesem bis zur ARA Stetten beläuft sich auf 3,7 Kilometer. Total ist die neu zu bauende Druckleitung also 5 km lang. Die Leitung wird grösstenteils im Pflug- und Fräsverfahren verlegt. Zur Querung von Strassen und Gewässern kommt das gesteuerte Spülbohrverfahren zum Einsatz. Derzeit wird für die Querung der Reuss von Sulz nach Fi-Gö die mit rund 180 m längste ­Spülbohrung ausgeführt. Wenn immer möglich, wird die Leitung im Bankettbereich entlang von ­Strassen geführt. Die 19 Kontrollschächte (jeweils im mittleren Abstand von 300 m) liegen stets im Bankettbereich neben einer Strasse; dies aus Gründen der besseren Zugänglichkeit.
Reuss-Unterquerung
Für die Abwasser-Transportleitungen werden spiegelgeschweisste, hochwertige und dickwandige Polyethylen-Druckrohre verwendet, die für einen Druck von 16 Bar ausgelegt sind. Im Bereich der Reuss-Unterquerung  wurde ein verstärktes Rohr mit Schutzmantel eingebaut. Im Zusammenhang mit dem Bau der Druckleitung von Sulz nach Stetten (im Bereich der Waldstrasse) sind die Grabarbeiten derzeit im Gang. Die Strasse bleibt deshalb aus Sicherheitsgründen bis zum 25. Januar gesperrt.
 

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